Am 19. November 1946 musste eine amerikanische Militärmaschine im dichten Nebel auf dem Gauligletscher im Berner Oberland notlanden. Fast 66 Jahre später, im August 2012, entdecken drei junge Bergsteiger einen Propeller der Dakota C-53.

Die Maschine war im Nebel vom Kurs abgekommen und konnte mit Glück zwischen steil abfallenden Felswänden am Südhang des Rosenhorns auf dem Gauligletscher landen. An Bord der Dakota befanden sich zwölf Personen, darunter solche im Generalsrang sowie vier Offiziersfrauen.

Der Beginn der Schweizer Luftrettung

Fünf Tage und Nächte mussten die Verunglückten in eisiger Kälte auf 3350 Meter über Meer ausharren, bis sie schliesslich in einer beispiellosen Rettungsaktion geborgen werden konnten. Nicht zuletzt unter dem Druck der amerikanischen Behörden wagten Schweizer Militärpiloten schliesslich die erste Rettung im Hochgebirge aus der Luft.

Mit zwei Fieseler Storch-Flugzeugen landeten Victor Hug und Pista Hitz auf dem Gletscher. Die Passagiere konnten wohlbehalten nach Meiringen BE geflogen werden. Die Rettung markiert den Beginn der Luftrettung in der Schweiz und gilt als Geburtsstunde der Rettungsflugwacht Rega.

Die Maschine war nach dem Unglück eingeschneit worden und im Eis versunken. Immer wieder sind im Lauf der Jahre einzelne Wrackteile zum Vorschein gekommen. (SDA)