Peter Fricker ist seit 14 Jahren Fahrlehrer. Nun will sich der 62-Jährige neu orientieren und sein Theorie-Lokal am Rande von Breitenbach für rund eine halbe Million in einen Nacht-Club umbauen. Geplant sind eine Bar, vier Zimmer und ein Meeres-Aquarium.

Acht Prostituierte aus Osteuropa sollen künftig in Frickers Bordell arbeiten. «Die geistige Elite aus dem Ostblock», wie Fricker sie gegenüber Tele M1 bezeichnet. Der dreifache Vater habe sich schon immer fürs Sexgewerbe interessiert.

Schulleiter macht sich Sorgen

Das geplante Bordell ist an sich nichts Aussergewöhnliches. Nur: Das «Tropicana» liegt direkt gegenüber dem Oberstufen-Schulhaus Grien. Laut Fricker sei dies kein Problem, denn «ein Nacht-Club ist ein Nacht-Club, und kein Tag-Club.» Die beiden Betriebe würden sich gegenseitig nicht in die Quere kommen. Um 20 Uhr sei die Schule längst geschlossen. «Und die Mädchen rennen ja nicht nackt im Garten rum», sagt Fricker zu «Blick».

Schulleiter Markus Meyer sieht dieses Argument zwar ein, will das Puff dennoch nicht tolerieren. «Schüler und das Umfeld wissen, was da passiert», sagt er gegenüber Tele M1. «Das macht uns schon Sorgen.»

Einsprachen gegen das Projekt

Nicht nur der Schulleiter ärgert sich über Frickers Pläne. Im 3500-Seelendorf ist reger Widerstand entbrannt. Sowohl Schule als auch die Gemeinde haben Einsprachen gegen das Projekt eingereicht. Auch die Eltern sehen Rot: Sie wollen eine Interessen-Gemeinschaft bilden und Unterschriften gegen Frickers Vorhaben sammeln.

Bisher habe die Baukommission jedoch alle Einsprachen zurückgewiesen, lässt Fricker verlauten.

Da es sich um ein laufendes Verfahren handle, wolle die Baukommission keine Stellung zum Vorhaben nehmen, teilt dessen Präsident Fredy Cuennet-Dreier mit. (lds)