Brigitte Single aus Grenchen ist untröstlich. Sie ging mit dem Ferienhund einer Freundin an der Aare spazieren. Sie waren zu zweit mit drei Hunden unterwegs, einem Grossen und zwei Kleinen: ein Kaukasischer Owtscharka, ein Chihuahua und der besagte Zwergpudel ihrer Freundin Brigitte Weyermann aus dem Kanton Zürich.

Diese weilt mit ihrer Tochter am Roten Meer in den Ferien. Cindy, die 14-jährige Zwergpudeldame, machte derweil Ferien in Grenchen.

Da kam laut Schilderung von Single plötzlich ein unangeleinter Schäferhund angerannt. Dieser habe sofort Cindy am Hals angefallen und sich in sie verbissen. «Cindy hatte keine Chance, es ging alles ganz schnell", berichtet Single. Auch ihr kleiner Chihuahua wurde gebissen, hat aber überlebt.

«Unser Owtscharka wollte sich natürlich auf den Schäfer stürzen, wir haben ihn aber zurückgehalten, damit die Situation nicht noch mehr eskaliert.» Sie habe habe derweil gegen den Schäfer getreten, bis er losliess und sich aus dem Staub machte. Cindy zuckte nur noch. Sie verblutete. "Wir waren total geschockt. Wir konnten nichts mehr tun." Die Polizei habe ihr beschieden, dass sie richtig reagiert habe.

Natürlich hat Single Anzeige gemacht. «Dass ein derart gefährlicher Schäfer frei herumläuft, ist ein Skandal. Der verantwortungslose Besitzer muss zur Rechenschaft gezogen werden.» Sie hofft, zusammen mit Pudel-Besitzerin Brigitte Weyermann, dass sich der Schäferhund-Besitzer meldet oder jemand den fraglichen Hund kennt. Es seien noch weitere Personen an der Aare gewesen, die den Zwischenfall möglicherweise gesehen haben. «Es floss viel Blut, der Schäfer war nach dem Todesbiss blutverschmiert.»

Bei der Polizei bestätigt man den Vorfall und den Eingang der Anzeige. Der Vorfall trug sich am 23. Juli um etwa 17 Uhr zu. 

«Wir weinen jeden Tag», schreibt Hundebesitzerin Brigitte Weyermann. Sie hat auf Facebook einen Aufruf lanciert.