Eine 41-jährige Migrantin aus der Monoglei unterschrieb die 1000. Vereinbarung, wie die Staatskanzlei Solothurn am Donnerstag mitteilte. Die Frau war im Juli in die Schweiz und in den Kanton Solothurn eingereist. Ihre 18-jährige Tochter unterzeichnete ebenfalls eine Vereinbarung.

Der Kanton Solothurn beteiligte sich 2008 bis 2009 an einem entsprechenden Pilotprojekt mehrerer Kantone. Seit Anfang Jahr werden alle Ausländer aus Drittstaaten, welche im Familiennachzug neu einreisen, im Kanton Solothurn zu einer Vereinbarung verpflichtet.

In den meisten Fällen stehen Deutsch-Integrationskurse auf dem Programm. Auch Alltagsprobleme werden an den Kursen aufgegriffen. Es geht etwa Rechte und Pflichten, ums Schulsystem oder um den Arbeitsmarkt.

Aufenthaltsbewilligung als Druckmittel

In der Vereinbarung werden Integrationsdefizite ausfindig gemacht und Möglichkeiten für deren Abbau festgelegt, wie die Staatskanzlei festhält. Wichtig sei auch die Kontrolle, ob die Massnahmen von den betroffenen Personen umgesetzt würden.

Wer die Massnahmen nicht einhalte, werde wiederholt gemahnt. Wenn nichts nütze, erhalte die Migrationsbehörde des Kantons eine Empfehlung auf Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung.