2013 kaufte Galderma die für ihre Daylong-Sonnencrèmes bekannte Solothurner Spirig Pharma. Ein Jahr später übernahm Nestlé die Anteile von L'Oréal an der gemeinsamen Tochter und machte aus Galderma die Sparte Nestlé Skin Health. Die Sparte ist in drei Bereiche gegliedert: Verschreibungspflichtige Arzneimittel, ästhetische Medizin und Selbstmedikation (Consumer Care).

Der damalige-Nestlé-Chef und heutige Verwaltungsratspräsident Paul Bulcke wollte Nestlé mit dem Schritt stärker auf das Gesundheitsgeschäft ausrichten und vom darin liegenden Wachstumspotential profitieren.

Diese Strategie ging allerdings nicht wie erhofft auf. Sein Nachfolger Mark Schneider entschied deshalb, Nestlé wieder auf Nahrungsmittel, Getränke und gesundheitsunterstützende Produkte zu fokussieren. In der Folge stellte er im Herbst 2018 die Hautpflegesparte auf den Prüfstand.

Zuvor allerdings trimmte er die Sparte wieder fit. Mit einschneidenden Folgen unter anderem für den Schweizer Produktionsstandort im solothurnischen Egerkingen, wo Spirig ihren Hauptsitz hatte. 2017 beschloss Nestlé, die Fabrik in Egerkingen zu schliessen und die Produktion von Daylong-Sonnencrème nach Frankreich und Kanada auszulagern. Von dem Aus waren 190 Stellen betroffen.

Heute betreibt Nestlé Skin Health sechs Fabriken, davon allerdings keine mehr in der Schweiz. Anders sieht es bei der Forschung aus: Fast zeitgleich mit der Schliessung in Egerkingen kündigte Galderma an, in der Schweiz ein Forschungszentrum aufzubauen. Weltweit arbeiten über 5000 Mitarbeitende in 40 Ländern für Skin Health, der Hauptsitz liegt in Lausanne.