Die Polizei warnte am Mittwoch vor einem neuen Erpresser-E-mail, das im Kanton im Umlauf ist. 15 Meldungen von Bürgern, die diese Nachricht erhalten hatten, waren bis dahin bei der Kantonspolizei eingegangen. Seither hat die Polizei noch fünf Meldungen erhalten, wie es auf Anfrage beim Mediendienst heisst. 

Auch im Posteingang dieser Zeitung ging am Freitagmittag eine entsprechende Zahlungsaufforderung ein. «frauke603» meldet sich. Der Absender habe Malware auf eine Porno-Seite gesetzt, wird da verraten. «Mein Virus hat all Ihre persönlichen Daten gesammelt, und hat Ihre Kаmerа während Ihrer Masturbation eingeschaltet. Ich muss zugeben, Sie sind sehr pervers..... Zudem hat die Software Ihre Kontakte kopiert.»

48 Stunden habe man Zeit um 1000 Euro in Bitcoins zu bezahlen. «1 BTC = 3.142 EUR, also senden Sie 0.325602 BTC an die oben genannte Adresse», wird noch vorgerechnet. «Wenn Sie nicht wissen, wie man Bitcoin sendet, googeln Sie es.»

Ist die Zahlung erfolgt, werde das Video gelöscht. Aber wenn nicht? «Wenn Sie die Zahlung nicht innerhalb von 48 Stunden abschicken, werde ich dieses Video an alle Ihre Freunde und Bekannten schicken», droht der anonyme Erpresser. Wenn man die Polizei einschaltet, würde einem niemand helfen können. «Wenn Sie versuchen, mich zu verarschen, werde ich das bemerken!» 

Am besten hilft man sich, indem man dieses Mail ignoriert... Ja nichts bezahlen! (ldu)