Das Schweizer Bürgerrecht ist begehrt - doch ohne Anstrengungen kommt niemand an den roten Pass heran. Neben den Grundvoraussetzungen, mit den Lebensgewohnheiten in der Schweiz vertraut zu sein, müssen Einbürgerungswillige finanziell unabhängig sein und über ein reines Strafregister verfügen. Im August 2010 wurden die Kurse neu organisiert, seit letztem März wird ein Sprachnachweis auf dem Niveau A2 des europäischen Referenzrahmens für Sprachen verlangt.

In fünf Modulen gehen die Kursteilnehmer unter anderem der Sozial- und Bildungspolitik auf die Spur, lernen den Kanton Solothurn kennen und verfassen ein Porträt über ihre Heimatgemeinde. Das Wissen wird in einem Abschlusstest geprüft.

Hohe Anforderungen

Der Leiter der Neubürgerkurse, Thomas Angehrn, stellt hohe Anforderungen an die Kursteilnehmer. «Sie sind grösstenteils sehr motiviert», sagt er. Man setze alles daran, die Teilnehmer möglichst gut auf das Schweizer Bürgerrecht vorzubereiten. Ziel sei es, dass Neubürger die staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten wahrnehmen könnten. «Dabei ist die Sprache ein wichtiger Bestandteil, aber das Interesse und die Motivation sind elementar.»

Die Kurse werden im Auftrag des Amts für Gemeinden an den Erwachsenenbildungszentren EBZ in Solothurn und Olten durchgeführt und beinhalten 18 Lektionen.

Was ist Föderalismus?

Im April, Mai und Juni haben 30 Männer und Frauen den Sprachnachweis abgelegt, davon haben 23 den Test bestanden. Die nebenstehenden künftigen Neubürger haben den Kurs absolviert und wissen nun, was hinter dem Begriff Föderalismus zu verstehen ist und kennen zwei Ereignisse aus der Geschichte ihrer Wohngemeinde.

Ein Auszug aus dem Abschlusstest:

1. Einwohnerzahl der Schweiz 2010
a) 8,7 Millionen
b) 7,9 Millionen

2. Nennen Sie die 7 Nationalräte des Kantons Solothurn.

3. Nennen Sie 2 Firmen oder Wirtschaftsbereiche in Ihrer Gemeinde.