Beinahe 15'000 Mal blitzte der Radar im vergangenen Jahr. Das ist massiv weniger als bei der alten Anlage. Letztere erwischte im Vorjahr beinahe doppelt so viele Schnellfahrer. Der Grund ist trivial, wie die Polizei am Donnerstag bekannt gab.

«Im Gesamtrahmen kann man davon ausgehen, dass der Blitzer insgesamt drei bis vier Monaten nicht im Betrieb war», sagt Yves Staub, Chef Verkehrstechnik der Kantonspolizei Solothurn. An der Medienkonferenz gab die Kapo Solothurn bekannt, dass es Probleme mit dem dynamischen Signalisationssystem gab. Die neue Anlage sollte nämlich merken, wenn die Geschwindigkeitsangaben geändert werden. Funktioniert hat dies bisher allerdings nicht.

Der neue Superradar kostete 320'000 Franken. Entsprechend wird nach den herausgegebenen Resultaten Kritik laut. SVP-Nationalrat Ueli Giezendanner spottet: «Sie wollten die Abzockerei auf die Spitze treiben – dass es nun nicht funktioniert ist doch eigentlich erfreulich.» Die Freude dürfte nur von kurzer Dauer sein, sollte der Geschwindigkeitsradar schon bald wieder einwandfrei funktionieren. (yas)