Ins Mittwochabendspiel starteten die Badener noch ansprechend. Vor allem im Angriff wollte die Mannschaft das Offensivdebakel vom Sonntag (26 Fehlwürfe und gehaltene Bälle) vergessen machen und liess mit gefälligen Auslösungen und sehenswerten Abschlüssen Hoffnung auf einen positiven Ausgang der Partie keimen.

Solothurn liess sich davon aber nicht nachhaltig beeindrucken. Mit Geduld und Übersicht gelang es Spielmacher Sven Schafroth (5/9) immer wieder, die Badener Verteidigung auszuspielen. Sei es durch schöne Einzelaktionen oder Kreuzen auf die grossgewachsenen Aufbauspieler. So konnte sich in dieser Phase kein Team absetzen.

Verdiente Niederlage

Während Solothurn das geduldige und disziplinierte Spiel weiter pflegte, schlichen sich bei Städtli 1 immer mehr Fehler ein: Verworfener Siebenmeter, überhastete Abschlüsse und mit fortschreitender Spieldauer eine zusehends ungenügende Deckungsarbeit. Das führte zu vielen einfachen Toren für Solothurn und einem Badener Vier-Tore-Rückstand zur Pause.

In die zweite Halbzeit startete Städtli mit einer 5-1-Deckung. Die zeigte zwar anfänglich Wirkung, näher als auf drei Tore kamen die Gäste aber nie heran. Wieder machten sich eklatante Schwächen in der Deckung bemerkbar: nicht nur Schafroth konnte nun schalten und walten wie er wollte, auch Kreisläufer Nicolo Moggi (2/2) konnte häufig nur noch regelwidrig gestoppt werden.

Zu schlechter Letzt wiederholte sich das Bild der Endphase vom Sonntag: Baden verlor den Faden komplett, liess sich zeitweise regelrecht vorführen und zu Frustaktionen hinreissen, die entsprechende Strafen nach sich zogen.

Die Art und Weise der – in dieser Höhe verdienten – Niederlage muss der Mannschaft zu denken geben. Die Spieler tun gut daran, sich noch einmal zusammenzuraufen, um die verbleibenden Spiele vernünftig über die Runden zu bringen. Mit Möhlin und Endingen warten zwei Spitzenteams, und Emmen wird alles daransetzen, den Ligaerhalt zu schaffen.