Am Samstagsmorgen um 08:30 Uhr ertönt der Startschuss im Park im Grünen in Münchenstein. 192 Frauen machen sich als Startläuferinnen ihrer Stafetten-Teams auf den Weg. «Mein persönliches Ziel waren 200 Teams», sagt OK-Präsident Gabriel Lombriser. «Trotzdem sind es 50 Prozent mehr als bei der ersten Austragung. Das ist erfreulich.»

Via erster Wechselzone am Theodorskirchsplatz und einem Abstecher nach Birsfelden kommen die Läuferinnen und Läufer wieder in den Start-Ziel-Bereich. Unter ihnen auch Regierungsrat Anton Lauber. Er ist Teil des Team Landrats aus dem Baselbiet. Erschöpft, aber zufrieden, bilanziert er: «Es ist viel besser gelaufen als erwartet. Ich habe es im letzten Training am Sonntag vor einer Woche ein wenig übertrieben, das hat sich zum Glück nicht gerächt.»

Medaillen und Autogramme

Sein Basler Regierungskollege Baschi Dürr hatte ihm im Vorfeld eine persönliche Kampfansage ins Baselbiet geschickt. Er startet mit einem Grossrats-Team aus dem Stadtkanton. So viel sei vorweggenommen: Am Ende siegt das Baselbiet.

Vom Park im Grünen führt die insgesamt etwas über 80 Kilometer lange Strecke über Arlesheim, den Gempen, Liestal, Bubendorf, Augst und Muttenz zurück nach Münchenstein.
Während sich die Grossen am Nachmittag über verschieden lange Distanzen durch die Nordwestschweiz kämpfen, sprinten im Park im Grünen rund 350 Kinder um die Wette. Sie schnuppern an der Mini-SOLA in fünf Alterskategorien Stafetten-Luft. Danach gibts für die Kleinen Medaillen und Autogramme von Volleyballerin und Sm’Aesch-Capitaine Madlaina Matter und OL-Weltmeisterin Judith Wyder.

«Nur strahlende Gesichter»

Nun kommen die Grossen zurück ins Ziel. Der Sieg geht an das Team «Indurance.ch Racing». Das schnellste Team braucht für die 80 Kilometer lediglich fünf Stunden und sieben Minuten. Komplettiert wird das Podest durch das Team des OLV Baselland und des LC Basel. Das Team Landrat um Regierungsrat Anton Lauber braucht rund zwei Stunden länger als die Schnellsten und klassiert sich auf Rang 86. Baschi Dürr und seine Laufkollegen beenden die SOLA auf Rang 128. «Wenigstens haben wir die Aargauer hinter uns gelassen», lacht Dürr im Ziel.

Schnell wird klar: Die Resultate sind für die meisten Teilnehmenden zweitrangig. Im Vordergrund steht der Spass, das gemeinsame Erlebnis. Die Stafetten-Teams treffen sich 200 Meter vor dem Ziel und rennen zusammen, jubelnd, angefeuert von zahlreichen Zuschauern, über die Ziellinie. Im Team Nationalrat laufen die grüne Maya Graf und SP-Mann Beat Jans Hand in Hand mit zwei bürgerlichen Politikern durch den Zielbogen. Oder wie es Oliver Otzenberger aus dem bz-Leserteam sagt: «Der Teamgeist ist das Tollste. Jeder und jede ist über sich hinausgewachsen.»

Deshalb ist auch OK-Präsident Gabriel Lombriser am Ende überglücklich: «Ich habe heute nur strahlende Gesichter gesehen. Das ist das Schönste für einen Organisator. Wir hatten während dem Lauf aber auch sehr viel Glück mit dem Wetter.»
Kurz vor 18:00 Uhr sind die allermeisten Läuferinnen und Läufer im Ziel. Erst dann öffnet Petrus die Schleusen. Halb so schlimm, denn die wohl verdiente Pasta für Leistungssportlerinnen und Leistungssportler, Regierungsräte, Hobbyläuferinnen und Hobbyläufer gibt es im trockenen Festzelt.