Anfangs April hätte Gjergjaj seinen nächsten Aufbaukampf bestreiten sollen. Doch bei der medizinischen Wettkampfuntersuchung im Januar kamen Ungereimtheiten zum Vorschein, die Gjergjaj schon seit längerer Zeit beschäftigten.

Bei der darauffolgenden Magenspiegelung wurde ein sechs Zentimeter langer Zwerchfellbruch mit Refluxsysymptom diagnostiziert. Das heisst: Der Schliessappart der Speiseröhre funktioniert nicht mehr richtig und lässt es zu, dass sich der Mageneingang in den Brustraum begeben kann.

So gewann Gjergjaj seinen ersten Aufbaukampf:

Gjergjajs Gegner muss in der 5. Runde verletzungsbedingt aufgeben.

Erster Aufbaukampf seit der Niederlage gegen David Haye: Gjergjajs Gegner muss in der 5. Runde verletzungsbedingt aufgeben.

Dies verursacht bei Gjergjaj ab und zu einen Reflux und starke Schmerzen im Oberbauch sowie phasenweise auch ein unregelmässiger Herzschlag. Letzteres war auch Ursache für die langwierige Diagnose, da stets ein Herzproblem oder auch andere Symptome vermutet wurden.

Verzicht auf Lieblingsschokolade

Die ersten Anzeichen kamen im Jahre 2014 zum Vorschein, als Gjergjaj nach einer intensiven Trainingsbelastungen wegen massiven Schmerzen im Herzbereich aussetzen musste. Zahlreiche Herz- und Kreislaufuntersuchungen ohne Ergebnis folgten. Nun ist die Diagnose da und Gjergjaj ist auf dem Weg der Besserung.

Dem Schwergewichts-Profiboxer aus Pratteln geht es gut, er trainiert regelmässig im niedrigen Belastungsbereich und befindet sich in ärztlichen Behandlung. Er muss Medikamente einnehmen und auch als Folge dessen seine Ernährung umstellen und unter anderem auf seine Lieblingsschokolade verzichten.

Der im Frühjahr vorgesehene Kampf musste verschoben werden. Doch sobald Gjergjaj seinen Körper wieder voll belasten kann, läuft der Countdown für seinen nächsten Kampf.

Im Mai 2016 verlor Gjergjaj gegen David Haye: