Eine Halbzeit lang musste man befürchten, dass der FC Black Stars im 5. Meisterschaftsspiel die erste Saisonniederlage kassieren könnte. Denn Zug 94 führte nach 45 Minuten auf dem Buschweilerhof nicht unverdient mit 1:0. Das Heimteam hatte sogar Glück, dass Geoffrey Le Bigonsan Sekunden vor der Pause das „sichere“ zweite Tor für die Zentralschweizer verpasste. 

„Vielleicht lag es daran, dass es unser dritter Match innerhalb von acht Tagen war. Irgendwie war zu wenig Bewegung in unserem Spiel“, analysierte Samir Tabakovic. Der Black-Stars-Trainer hatte trotz des strengen Programms die gleiche Elf auf den Platz geschickt wie beim 4:0-Sieg über Goldau am Dienstag. Auch in der Pause nahm er keine personellen Korrekturen vor, „weil ich dieser Mannschaft vertraue“. 

Vorhersage bewahrheitet sich

So reichten ein paar laute und deutliche Worte des Trainers, um die schwarzen Sterne zu wecken. Ihre Aktionen hatten fortan mehr Zug und gleich der erste gute Angriff führte zum Ausgleich. Valon Muslija setzte sich auf der rechten Seite durch und spielte zur Mitte, wo Dino Babovic am vorderen Pfosten den Ball durchliess, damit Seyfettin Kalayçi am hinteren unbedrängt einschiessen konnte (50.). „Als dieses Tor fiel wusste ich, dass wir die Partie gewinnen würden“, so Tabakovic. 

Seine Elf brauchte nur wenige Minuten, ob die „Vorhersage“ wahr werden zu lassen. Muslija (53.) und Ermin Alic (58.) lenkten den Match in die gewünschten Bahnen. In der verbleibenden Spielzeit waren die Black Stars dem vierten Tor näher als die Zuger dem Anschlusstreffer, sodass der 3:1-Heimsieg unter dem Strich ein verdienter war. 

Ein positives Resultat holte Lokalrivale BSC Old Boys bei der U21 der Grasshoppers. Allerdings fehlte wenig und die Basler hätten beim Favoriten den ersten Auswärtssieg dieser 1.-Liga-Saison geholt. Denn bis in die Schlussphase führten die Gäste mit 2:0. 

Baldinger rettet den Punkt

Die Zürcher waren das ganze Spiel über die dominierende Equipe gewesen, hatten aber ihre erste echte Torchance nach 80 Minuten. Besser machten es die Old Boys, die dank Treffern von Sidy Dieng (5.) und Leonardo Farenga (23.) früh mit zwei Längen in Front lagen. „Leider haben wir es verpasst, dem Gegner den K.o.-Schlag zu verpassen“, ärgerte sich OB-Sportchef Rafet Öztürk und dachte dabei vor allem daran, dass seine Equipe nach einer Stunde eine Zwei-gegen-eins- und eine Drei-gegen-eins-Situation ohne eigenen Torerfolg abschloss. 

Als gegen Ende der Druck zu gross wurde, erzielten die Hoppers doch noch zwei Tore. Hätte Goalie Christian Baldinger in der 88. Minute gegen Serge Müller nicht eine sensationelle Parade gezeigt, wären die Old Boys womöglich ohne Punkte heimgefahren. So aber stand am Ende ein insgesamt leistungsgerechtes 2:2. 

Auch Signori Antonio, der beim FC Basel U21 im Auswärtsspiel gegen den FC Stade-Lausanne-Ouchy zwischen den Pfosten stand, durfte mehrfach sein Können unter Beweis stellen. Doch am Ende reichten die Reflexe des Goalies nicht, um aus der Westschweiz etwas Zählbares mitzunehmen. 

Die jungen Basler waren gut gestartet und durch Nicola Suter früh in Führung gegangen. Doch mit zunehmender Spieldauer verloren sie den Faden, was in der Viertelstunde vor der Pause in einem Chancenfestival der Lausanner mündete. Trotz Antonios Paraden gelang dem Heimteam die Wende. 

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Waadtländer zunächst die bessere Equipe, doch die Rotblauen vermochten nach und nach die Spielanteile auszugleichen. Kurz vor dem Schlusspfiff hatte Julian von Moos sogar den Ausgleich auf dem Fuss, wurde aber von einem Gegenspieler im letzten Moment gestoppt. So blieb es beim nicht unverdienten 2:1-Erfolg für die Lausanner.