Enrico Raggini aus Rheinfelden holte sich am Sonntag gleich die gesamte Palette an Edelmetall mit nach Hause. In der Kategorie Musical Forms blieb er unbeirrt auf seinem Goldkurs. In Semicontact -145cm scheiterte er im Finalkampf nur knapp an seinem Gegner aus Wohlen. In der für ihn noch neuen Disziplin Lightcontact -150cm (Raggini misst nur gerade 138cm..) zeigte er eine starke Leistung, kämpfte beherzt, musste sich aber der körperlichen Überlegenheit seiner Gegner beugen.

Erlind Xhabali aus Pratteln startete erstmals in der Kategorie Lightcontact -165cm, wuchs in dem starken Feld förmlich über sich hinaus und wurde guter Dritter.

Starke Darbietung von zwei Neunjährigen

Die beiden Kata-Newcomer Patrice Moser (9, Füllinsdorf) und Grace Dillier (ebenfalls neunjährig aus Kaiseraugst) starteten erstmals vor grossem Publikum und zeigten selbstbewusst und fehlerfrei ihre über Monate einstudierte Musical Form (Modern Kata). Grace Dillier konnte sich mit einem knappen Vorsprung den Silberpokal sichern, Patrice Moser wurde guter Dritter. Ihre Trainerin und Verantwortliche für die Schweizer Nationalmannschaft, Caroline Martin Asal, zeigte sich sehr zufrieden mit den Leistungen ihrer 3 Kata-Läufer.

Ebenfalls zum ersten Mal an einem Turnier gestartet sind Naomi Ozan Pereira (10 Jahre alt aus Frenkendorf) und Enneas Häusler (11, Hochwald). Beide kämpften technisch gut und voller Konzentration, mussten sich aber ihren erfahreneren Gegnern geschlagen geben.

Erwachsene können nicht brillieren

Prüfungsbedingt waren bei den Erwachsenen diesmal nur der Hölsteiner Benedikt Christopeit und der Basler Henrik Peters mit dabei. Christopeit amtete den ganzen Morgen ohne Pause als Schiedsrichter und hatte so wenig Zeit für seine eigene mentale Vorbereitung. Sein Gegner aus dem Fürstentum Lichtenstein war ihm eine Nasenlänge voraus und Christopeit erreichte somit keine Medaillenränge.

Henrik Peters startete sowohl in Light- als auch in Semicontact. Beim Lightcontact war er klar unterlegen, zeigte dafür aber im Semicontact mit gleich zwei Fusstreffern zum Kopf sein technisches Können, musste sich dann aber im Einzug ins Halbfinale geschlagen geben.