Das Thermometer auf dem Nachwuchs-Campus zeigt null Grad, als der FC Basel und der FC Aarau gestern Nachmittag im ersten Spiel des Jahres aufeinandertreffen. Es ist so kalt, dass den Spielern auf dem Rasen gar nichts anderes übrig bleibt, als sich zu bewegen. Sowohl Marcel Koller als auch sein Aarauer Trainer-Kollege mit Basler Vergangenheit, Patrick Rahmen, dürften mit dem Einsatz ihrer Spieler durchaus zufrieden sein. In Halbzeit 1 neutralisieren sich der Zweite der Super League und der Challenge Ligist mit Aufstiegsambitionen. Chancen gibt es auf beiden Seiten je eine. Erst trifft Afimico Pululu die Querlatte, im Gegenzug pariert Jonas Omlin eine gute Gelegenheit von Petar Misic. Ansonsten überwiegen auf dem rumpeligen Rasen Mittelfeldgeplänkel und Zweikämpfe.

Doch das fehlende Tor ist nicht der Grund, warum Koller zur Pause gleich elfmal wechselt und die Ausgewechselten in den Kraftraum schickt. «Wir haben nach einer intensiven Trainingswoche alle müde Beine und wollten allen fitten Spielern 45 Minuten Einsatzzeit geben. Gleichzeitig sind auch Regeneration und Kräftigung sehr wichtig», begründet der Trainer die Massnahme. Bis auf die immer noch nicht ganz fitten Suchy, Stocker, Balanta, Zambrano, Serey Die und Ajeti kommen alle zum Einsatz.

Vier 2000er im Einsatz

In Halbzeit 2 spielen mit Okafor, Marchand, Julian Vonmoos und Isufi gleich vier Spieler, die in diesem Jahrtausend geboren sind. Der FCB kreiert jetzt im Fünfminutentakt Chancen. Vor allem Dimitri Oberlin bricht über seine rechte Seite immer wieder durch. Doch ein Tor will dem schnellen Angreifer vorerst nicht gelingen.

So ist es Ricky van Wolfswinkel, der nach 58 Minuten eine Flanke des agilen Raoul Petretta zum 1:0 in die Maschen köpft. Djordje Nikolic, die FCB-Leihgabe im Tor der Aarauer, ist chancenlos. Eine Viertelstunde später vereitelt Nikolic erst mirakulös eine Torchance von van Wolfswinkel, doch Oberlin kommt angerauscht und schiebt den Ball zum 2:0 über die Linie. In Anbetracht der vergebenen Hochkaräter eine persönliche Genugtuung.

Wenig später ist das Spiel vorbei, die Zuschauer begeben sich ins Warme und der FCB in dem Kraftraum. Am Montag fliegt das Team dann in die spanische Sonne. Das zehntägige Trainingslager in Marbella steht an.