Das Spiel: Langes Hin und Her mit verdientem Sieger

Jubelnde Basler auf der Tartanbahn des Zürcher Letzigrund-Stadions. Die Mannschaft von Marcel Koller feiert ausgelassen mit den mitgereisten Fans den Einzug in den Cupfinal. Bis man beim FC Basel jubeln durfte, galt es allerdings einen langen, fordernden Abend in Zürich zu überstehen. Obwohl Noah Okafor den FCB mit einem herrlichen Schlenzer bereits in der 5. Minute in Führung schoss, musste der FCB trotz Feldüberlegenheit lange zittern. Denn insbesondere nach Standards setzt der FCZ im ersten Durchgang viele Nadelstiche. Dank eines überragend aufgelegten Jonas Omlins gehen die Basler dennoch mit einer Führung in die Pause.

Nachdem Tee erleben die 13403 Zuschauer in Zürich ein Déja-Vu: Wieder ist es der FCB, der aus der Kabine kommt wie die Feuerwehr. Wieder setzt Noah Okafor nach wenigen Minuten zum Schlenzer an. Diesmal jedoch ohne Erfolgt. Wie schon im ersten Durchgang wird der FC Zürich in der Folge wieder stärker und kommt zu diversen Chancen auf den Ausgleich.

Entschieden wird die Partie dann um die 80. Minute: Erst läuft Zdravko Kuzmanovic auf Alain Nef auf und hat die Hände dabei gefährlich nahe am Gesicht des Zürchers, dann artet das Spiel kurzzeitig aus. Weil der Basler nur gelb sieht, kommt es zur Rudelbildung. Mittendrin Marcel Koller und Marco Streller, die das Geschehen zu beruhigen versuchen. Ausgerechnet dieser Kuzmanovic st es dann, der mit dem 2:0 per Schlenzer in der 87. Für die Entscheidung sorgt. Die Treffer von Ajeti (3:0; 92.) und Odey (3:1; 94.) setzen den Schlusspunkt hinter einen denkwürdigen Klassiker.

Kuzmanovic spricht über seine Tätlichkeit und sein Tor:

Kuzmanovic spricht über seine Tätlichkeit und sein Tor.

Der Beste: Jonas Omlin

Dass er am Ende nicht zu null spielt, dürfte ihm angesichts des Resultats egal sein. Jonas Omlin darf trotzdem feiern. Der Basler Keeper ist einmal mehr der sichere Rückhalt in eiem schwierigen Spiel und macht mit seinen Paraden den Unterschied. Besonders die Glanztat kurz vor der Pause gegen Odey liess im Letzigrund so manche Kinnlade herunterfallen.

Das gab zu reden: Basler Fans beinahe zu spät

Den herrlichen Führungstreffer durch Noah Okafor hätten viele Basler Fans beinahe verpasst. Wegen eines Defekts am Extrazug stecken die Fans lange am Basler Bahnhof fest und schaffen es erst wenige Minuten vor Anpfiff ins Stadion. Die Strapazen haben sich allemal gelohnt.

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