Kurz noch einmal zittern. Und dann kommt der Pfiff. Er ist erlösend, nach so einem Spiel. Einem Spiel, das der FC Basel zwar 1:0 gewinnt gegen GC. Aber ein Spiel auch, aus dem der FCB viel mehr hätte machen müssen.

Nachdem die erste Grosschance der Partie in der 17. Minute den Gästen gehört und die Basler sich bei ihrem stark aufspielenden und diverse Male reflexstarken Keeper Tomas Vaclik bedanken können, sind es mit zunehmender Spieldauer aber die Basler, die das Zepter übernehmen. Sie erarbeiten sich unzählige Chancen, sind drückend – aber reüssieren nicht.

Sinnbildlich dafür ist der Schuss von Samuele Campo aus elf Metern, der gefühlt eben so hoch über das Tor fliegt. Nach diesem Schuss, spätestens aber nach dem ebenfalls von Campo zwei Minuten später wunderschön getreten Freistoss muss der FCB 1:0 führen. Aber auch diese Grosschance verwerten die Basler nicht. Es ist die Phase kurz vor dem Pausenpfiff.

Die beste der Basler über das ganze Spiel gesehen. Dass das Tor dann nicht folgt, passt. Und es stört Coach Raphael Wicky: «Wir müssen aus diesen Chancen ein Tor machen. Gerade in einem Heimspiel.» Dass es den Baslern nicht gelingt und die Mannschaften mit einem 0:0 in die Kabine gehen, bezeichnet GC-Coach Mathias Walther als «Glück».

Nach der Pause wiederum kann der FCB nicht an seine Drang-Phase vor der Pause anknüpfen, verliert zu viele Bälle, lässt GC in die Partie kommen. Etwas, mit dem der FCB sich das Leben zusätzlich schwer macht. «Es war ein grösseres Geknorze als wir uns das vor dem Spiel gewünscht haben», gibt Fabian Frei zu.

Viel Schüsse, wenig Genauigkeit

Die Gründe dafür liegen aber nicht nur im Basler Unvermögen und dem Nachlassen nach der Pause, sondern auch bei GC-Keeper Heinz Lindner, der wie sein Pendant beim FCB ebenfalls ein starkes Spiel zeigen konnte. Dass er dann nach starken Paraden über das ganze Spiel verteilt beim Schuss von Mohamed Elyounoussi zum 1:0-Siegtreffer machtlos ist, ist bitter.

Dass der Treffer für die Basler aber doch noch fällt, ist verdient. Insgesamt war der FCB stärker, williger und gefährlicher. Ganze 21 Mal versuchte er sich vor dem Tor. Mit grösserer Effizienz hätte das Spiel bereits vor der Pause entschieden sein können.

Während der Sieg trotz dem Unentschieden von YB und dem damit auf elf Punkte geschmolzenen Rückstand kaum mehr etwas daran ändern wird, dass die Basler nach acht Titeln in Serie nicht Meister werden, konnte man im Kampf um Platz zwei ein deutliches Zeichen setzen. Dort beträgt der Vorsprung mittlerweile 13 Punkte, weil Verfolger St. Gallen gegen den FC Zürich mit 0:4 unterging.


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