Die Frage, wie „Blägg“ auf einen erstmaligen Rückstand in dieser noch jungen Saison 2018/19 reagieren würde, bekamen die treuen Matchbesucher am Samstagnachmittag, bei herbstlichem (Regen-)Wetter, beantwortet. Und die Antwort fiel überzeugend aus: Im Stile eines Champions, der weiss, was er kann – und der vor allem spürt, dass irgendwann im Laufe der Partie die Phase kommen - in welcher Klassenunterschied auch skoremässig - zum Ausdruck kommen wird. 

Drei Tore in acht Minuten 

Die ersten 45 Minuten gehörten nicht den Gastgebern. Es war aber auch nicht so, dass die Gäste aus der Innerschweiz dem Vergleich den Stempel aufgedrückt hätten. Aber die frühe Füh­rung, mittels Kopfball nach einem Eckball erzielt, war verdient. Und kurz vor dem Pausentee hät­te Zug auch einen zweiten Treffer erzielen können. Doch zwischen der 50. und 58. Minute musste nicht der Konjunktiv bemüht werden, sondern die Platzherren lies­sen Fakten spre­chen.

Drei superb herausgespielte Tore machten aus dem 0:1 ein 3:1 – „und damit war die Partie so gelenkt, dass sich die Frage nach dem Sieger nicht mehr stellte“, wie ein treuer Matchbesucher (aus der Basler und nationalen Politik übrigens) zu­frieden feststellte. Der FC Black Stars war dem vierten Tor näher als die Zentralschweizer dem Anschlusstor – und somit entfällt auch jegliche Diskussion, ob der vierte Triumph im fünften Saisonmatch verdient ist.

Never change a winning team

 Es ist bekannt, dass Black-Cheftrainer Samir Tabakovic gerne mit einem festen, einge­spielten „Gerüst“ spielt. Nur 96 Stunden nach dem 4:0-Erfolg gegen den SC Goldau (bz Ba­sel berichtete), lief erneut jene Elf auf, die am Dienstagabend aufgetrumpft hatte. Also ohne den dienstags gesperrten Teamcaptain Ricardo Silva. Im Vergleich zur letzten Spiel­zeit ist das Kader breiter und Tabakovic wird, sofern nötig, über gute Alternativen und di­verse Optionen (auch bezüglich Spielsystem, wiewohl sich derzeit das 4-4-1-1 herauskris­tallisiert hat) verfügen. Das sind gute Aussichten für den ambitionierten Quartierverein und weniger gute News für die Rivalen.

Der nächste Härtetest folgt am kommenden Sonntagnachmittag in Langenthal, bevor das Stadt-Derby gegen die Old Boys ansteht. „Wir werden uns nicht auf den Lorbeeren ausru­hen, sondern hart arbeiten“, so Tabakovic emotionslos. Etwas anderes würde auch nicht zu seinem Naturell und seiner Philosophie passen. Das Resultat kann man von der Tabel­le ablesen...