Auch wenn das Ziel der Black Stars «nur» die Teilnahme an der Aufstiegsbarrage zur Promotion League ist, so wissen die Klubverantwortlichen um Sportchef Peter Faé und Cheftrainer Benjamin Huggel, dass die Basler von allen Gruppenrivalen als DER Aufstiegsfavorit angesehen werden. Und dem Quartierverein steht ein Kader zur Verfügung, das diesen Vorschlusslorbeeren gerecht werden sollte. Oder muss. Denn erstmals konnten die Black Stars den früheren FC-Basel-Nachwuchsspieler Bajraktari Mergim einsetzen, der zuletzt bei Stade Nyonnais in der Promotion League gespielt hatte, einsetzen. 

Nach sechs Meisterschaftspartien haben die «Schwarz-Sterne» nur einmal gewonnen, aber schon dreimal verloren. Und Platz 11, und nur gerade einen Zähler vor einem Relegationsplatz, mutet wie ein Hohn an. Natürlich ist die Tabellenspitze noch in Sichtkontakt, denn «wenn wir einmal zu einer Siegesserie starten, sind wir schnell dort klassiert, wo wir hingehören», hatte ein Black-Spieler am vorletzten Samstag nach dem 2:2-Heimremis gegen Zug lamentiert.

Die Endphase hätte es richten müssen

Das Lamentieren ging auch am gestrigen Samstagabend um 17.50 Uhr weiter… Denn diesmal gab es gegen einen anderen Innerschweizer Verein – den FC Schötz - keinen Punkt, sondern eine «ärgerliche und unnötige Niederlage», wie der Tenor aus den Reihen der «Schwarz-Sterne» lautete. Das traf zumindest für die Endphase einer animierten, intensiven und hartumkämpften Partie zu, denn die «Blägg» hätten in den Schlussminuten durchaus den Ausgleich erzielen können, ja müssen.

Andererseits «hätten wir die Partie im Laufe der 2. Halbzeit entscheiden und den Sack zumachen müssen», so Schötz-Trainer René Erlachner, der einst in den 80er-Jahren in der Nationalliga A beim BSC Young Boys und FC Nordstern als Flügel brilliert hatte.

Mit diesem Dreier rücken die Schötzer auf jenen Platz vor, den sich eigentlich die Black Stars vorstellen. Noch sind Klubverantwortliche, Technikerstab und Aktive ruhig und verweisen vor allem auf die vielen Absenzen. Aber auch da läuft der ver-meintliche Gruppenfavorit Gefahr, Spiel für Spiel dieses Argument für frustrierende Niederlagen zu gebrauchen.

Taten müssen folgen

Und wie Huggel bereits zu Saisonbeginn gesagt hatte: «Nur das Resultat und die Rangliste sind die Wahrheit. Schöne Worte nützen nur, wenn starke Taten folgen», so der Münchensteiner. Die nächste Gelegenheit bietet sich dem FC Black Stars am kommenden Samstag (15 Uhr) zuhause gegen den FC Solothurn.