FC Basel U21

Trotz starkem Wind und teilweise heftigem Regen und obwohl auf sechs Positionen verändert präsentierte sich die U21 des FC Basel in Köniz von ihrer besten Seite. «Das war eine unserer stärksten Saisonleistungen», fand Arjan Peço.

Der Gästetrainer sah unter seiner Kapuze, dass Elis Isufi bereits in der 7. Minute eine Freistossflanke von Bastien Conus in die Maschen köpfelte. Damit war die Richtung vorgegeben: Die Basler dominierten, während die die Heimelf nur selten vors gegnerische Tor kam – aber ihre einzigen Chancen verwertete (34., 82.).

«Wir haben uns für ein Superspiel nicht belohnt und klarste Möglichkeiten liegen gelassen», monierte der FCB-U21-Trainer, der lediglich bei Nicolas Suters Führungstreffer in der 75. Minute nochmals jubeln durfte.

Dass der neuerliche Könizer Ausgleich etwas glückhaft zustande kam – Evan Melo wurde vom Ball am Knie getroffen, nachdem ihn ein Basler verfehlt hatte –, wollte Peço nicht thematisieren. «Wenn wir vorher das 1:3 und das 1:4 machen, würden wir diese Diskussion nicht führen.»

FC Black Stars

In der 1. Liga musste der FC Black Stars beim FC Biel gewinnen, um seine Leaderposition zu behalten. Das Vorhaben gelang: In einem wenig aufregenden Spiel sicherte Flügel Donat Rrudhani den Gästen mit einem Doppelpack (27., 74.) weitere drei Punkte. Die Qualifikation für die Aufstiegsspiele zur Promotion League dürfte nur noch Formsache sein.

BSC Old Boys

Ganz anders ist dagegen die Gefühlslage bei Liga-Konkurrent Old Boys. Der Tabellenletzte verlor das eminent wichtige Heimspiel gegen den Vorletzten FC Bassecourt mit 2:3 und kann sich nur noch durch ein grösseres Fussballwunder vor dem Abstieg retten. Entsprechend leer und fassungslos waren die Gesichter bei den Gelbschwarzen, nachdem Schiedsrichter Marijan Drmic dreimal in seine Pfeife geblasen hatte.

«In der ersten Halbzeit ist sehr viel falsch gelaufen», musste Marco Walker eingestehen. Der OB-Trainer war Zeuge, wie die ersten drei gegnerischen Abschlüsse allesamt hinter Cenk Fidan im Netz landeten, ohne dass der Keeper Cenk Fidan eine Abwehrchance gehabt hatte.

Ein 25-Meter-Freistoss Ken Steulets ins Lattenkreuz (4.), ein von Nolan Erard schön abgeschlossener Konter (12.) sowie ein Kopfball Karim Ghomranis im Anschluss an einen Eckball versetzten den Baslern drei Wirkungstreffer, von denen sie sich nicht wirklich erholten. Auch deshalb nicht, weil Seydou Ouedraogos 1:1-Ausgleich keine 60 Sekunden Bestand gehabt hatte (11.).

Nach dem Seitenwechsel versuchte das Heimteam alles, um der Partie noch eine Wende zu geben. Dass Bassecourt-Verteidiger Antonio Chiquet nach zwei unnötigen Fouls an der Seitenlinie innerhalb von zwei Minuten mit Gelbrot vom Feld geschickt wurde, gab ihnen zusätzlich Auftrieb (55.). Und als Ouedraogo kurz darauf per Hechkopfball gelang (58.), stieg die Hoffnung weiter.

Doch insgesamt fehlte es den Old Boys an Ideen und "Wasserverdrängung" – der gesperrte Captain Pascal Rietmann wurde im Sturmzentrum schmerzlich vermisst – in der letzten Zone. «Wir haben es zu oft durch die Mitte versucht und die Breite vergessen», fand auch Trainer Walker.

Nach dem 2:3 kam das Heimteam nicht mehr im gegnerischen Sechzehner zum Abschluss. Die gefährlichen Schüsse und Freistösse, die noch aufs Gästetor flogen, wurden allesamt aus grösserer Distanz abgegeben.

«Die Spieler haben alles versucht, ich kann niemandem einen Vorwurf machen», sagte Marco Walker und nahm die Schuld aus diesem Grund auf sich. Bei sieben Punkten Rückstand auf den Strich bei vier verbleibenden Runden wird der Abstieg der Gelbschwarzen immer wahrscheinlicher.