«Nachdem vorletzte Saison im Viertelfinale Schluss war und wir letzte Saison im Halbfinale nur knapp an La Broye scheiterten, wollen wir in dieser Spielzeit ins Finale», sagt Remo Hunziker, Topscorer der Red Rocks Rothenfluh, optimistisch.

Und die Ausgangslage könnte nicht besser sein – die Red Rocks standen schon vor dem letzten Spiel als Qualifikationssieger fest und nehmen so den Heimvorteil in Playoffs mit.Daran änderte auch die 2:8-Niederlage in Payerne am Wochenende nichts mehr.

Hunziker war allerdings beim letzten Qualifikationsspiel nicht mit von der Partie. Der 22-jährige Frenkendörfer spielt nicht nur auf Inlineskates, sondern auch auf Schlittschuhen beim EHC Basel-Kleinhüningen. Aufgrund des Saisonstarts und der Vorbereitung der Basler war Hunziker nur an 12 der 18 Qualifikationsspielen der Red Rocks anwesend. «Eishockey hat für mich Priorität», stellt Hunziker klar.

Mit 22 Jahren der wichtigste Mann

Dass die Red Rocks ohne ihren Topscorer nicht da wären, wo sie heute sind, scheint unbestritten. 24 Tore schoss Hunziker in 12 Spielen – er ist mit Abstand der treffsicherste Schütze des Teams. In der gesamten NLB hat nur Langnaus Dressler öfters getroffen, welcher für seine 27 Treffer allerdings auch drei Spiele mehr zur Verfügung hatte. Tore schiessen ist nicht das einzige, was Hunziker gut kann. Er beweist auch immer wieder ein gutes Auge für seine Mitspieler – 13 Assist stehen ihm zu Buche.

Hunziker weiss, woher er die physischen Vorteile hat. «Vom Eishockey her weiss ich, wie ich meinen Körper einsetzen muss», sagt er. Dass sein Körpereinsatz manchmal auch übertrieben ist, sei ihm bewusst. Eine volle Stunde verbrachte Hunziker seit Anfang Saison auf der Strafbank – somit gehört er nicht nur zu den torgefährlichsten, sondern auch zu den ruppigsten Spielern der Liga.

Der Wunsch, Profi zu sein

Seit er fünf Jahre alt ist, steht Hunziker mit Stock auf dem Eis. Der Traum, Eishockeyprofi zu werden, verfolgt er seit vielen Jahren. Bereits als 13-Jähriger fiel er der Nachwuchsabteilung des EHC Basel auf und wechselte von seinem Stammklub Zunzgen-Sissach an den Rheinknie. Von dort führt es ihn zu einem der grössten Schweizer Hockeyklubs, dem HC Davos. Zwei Jahre spielt er bei den Bündnern, bis er 2010 den Schritt ins Ausland wagt. «Anderthalb Jahre war ich in Amerika, wollte mich dort in den besten Juniorenligen der Welt durchsetzen», erinnert sich Hunziker. «Aufgrund der beschränkter Anzahl Ausländer (2 pro Team) bekam ich leider nicht die gewünschte Chance, so kehrte ich in die Schweiz zurück zum EHC Biel.»

Seit der Saison 2012/2013 spielt er wieder beim EHC Basel, wo er die letzten beiden Saisons in der NLB zum Einsatz kam. Nach dem Konkurs der Basler spielt Hunziker mit Basel-Kleinhüningen in der 1. Liga.

Rothrist erster Gegner

In den Playoffs hofft man bei den Red Rocks auf die Anwesenheit ihres Topscorers. «Ich hoffe, ich kann an möglichst vielen Spielen dabei sein», sagt auch Hunziker. Erster Gegner der Rothenfluher ist die zweite Mannschaft von Rothrist, gegen die man in der Qualifikation zweimal gewinnen konnte.