Raphael Wicky, die beiden Testspiele konnten gewonnen werden, ist das der perfekte Abschluss dieser eineinhalb Wochen?

Raphael Wicky: In erster Linie ging es darum, dass viele Spieler möglichst 90 Minuten Einsatzzeit bekommen. Das war das Hauptziel. Vor allem auch, dass Spieler wie Ricky van Wolfswinkel, die verletzt waren, über die ganze Dauer auf dem Platz stehen konnten. Daher bin ich sehr zufrieden. Natürlich will man auch immer gewinnen, das ist klar. Wir müssen noch viel verbessern, das ist aber auch klar. Wir hatten zwar viele Torchancen, konnten aber nur wenige nutzen, gerade im ersten Spiel. Wir hatten aber auch viele Eigenfehler drin, die sicher auf die Müdigkeit und Unkonzentriertheiten zurückzuführen sind.

Im Trainingslager waren mit Jonas Omlin und Aldo Kalulu zwei neue Spieler mit dabei. Welchen Eindruck konnten Sie von ihnen gewinnen?

Jonas ist ja schon seit Trainingsstart dabei und macht es sehr, sehr gut. Er hat eine starke Ausstrahlung und eine gute Körpersprache. Er hat gute Spiele gezeigt, auch wenn er gegen 1860 München einen Fehler gemacht hat. Aber er ist ein guter Goalie und wir sind sehr froh, dass er da ist.

Und Aldo Kalulu?

Er hatte hier die ersten Tage mit der Mannschaft und konnte jetzt auch seine ersten Minuten absolvieren. Es war sehr interessant, ihm zuzuschauen, er geht zwischen die Linien, macht gute Läufe in die Tiefe. Aber er, wie auch Jonas, müssen sich natürlich noch mehr integrieren, aber das ist normal.

Kalulu agierte auf der Zehn. Sehen Sie ihn vor allem auf dieser Position?

Bei Sochaux hat er häufig in einem Zwei-Mann-Sturm gespielt, ausgebildet wurde er bei Lyon als Zehner. Er ist sehr vielseitig, wir schauen jetzt, wo wir ihn am Dienstag gegen Wolverhampton einsetzen werden.

Sie haben gesagt, die Zeit hier sei sehr schnell vorübergegangen. Ein gutes Zeichen in einem Trainingslager.

Absolut. Das heisst entweder, man ist sehr busy, oder man lebt gut miteinander. Wir waren zwar sehr busy, aber ich werte es vor allem als Zeichen, dass wir gut miteinander gelebt haben. Und das haben wir. Wir haben gut gearbeitet zusammen aber auch gut zusammen gelebt.

Gibt es auch negative Dinge, die man aus dem Trainingslager mit nach Hause nimmt?

Mit Taulant Xhaka und Samuele Campo haben wir zwei Spieler, die immer verletzt sind. Sie konnten jetzt nie mehr mit der Mannschaft trainieren. Solche Dinge wünscht man sich natürlich nie. Vor allem auch, weil Tauli erst gerade verletzt gewesen ist und Sämi sich vor der Verletzung in einer Top-Form befunden hat.

Wie geht es bei den beiden weiter? Sind sie bald wieder einsatzfähig?

Das müssen wir abklären. Bei Sämi ist schon klar, dass wir am Montag einen Check machen, und dann schauen wir, was dieser ergibt.