Die Ausgangslage vor dem dritten Spiel gegen den EHC Dübendorf war klar. Verlieren verboten! Dem EHC Basel war dies ab der ersten Spielminute bewusst. Mit aggressivem Forechecking und viel Scheibenbesitz wurde versucht Druck auf die Zürcher aufzubauen. Jedoch hatte, wie in den ersten zwei Spielen der Serie, Basel auch im ersten Drittel zunächst Abschlusspech.

In der 11. Minute traf Tuffet nur den Pfosten und in der 13. Minute wurde ein Tor aufgrund eines Torraumoffsides nicht gegeben. Prompt gelang der Führungstreffer dem Heimteam. Guidotti Schuss fand in der 18. Minute den Weg über die Torlinie.

Überragendes Mitteldrittel

Basel liess sich durch den Treffer nicht verunsichern und legte im Mitteldrittel noch eine Schippe auf. In der 23. Minute erzielte Büsser durch einen flachen Handgelenkschuss den verdienten Ausgleich, nachdem er zuvor noch knapp über das Tor zielte. Dieser Treffer verlieh den Baslern Flügel. Schuss auf Schuss wurde nun auf Trüb abgegeben. Zwei davon fanden das Ziel. Zunächst profitiert Hrabec von einem Fehler, setzt sich eins gegen eins durch und trifft flach am Torhüter vorbei zum 1:2.

Kurz darauf 4 gegen 4 Feldspieler nach einer Strafe gegen Piai und Tuffet wegen übertriebener Härte. Auch bei 4 gegen 4 war Basel besser und ging verdientermassen durch Zwissler nach Zuspiel Sarault 1:3 in Führung. Auch in der Folge kaum Verschnaufen für die Gastgeber. Obwohl Haller aufgrund von Entlastungsangriffen zwei Glanzparaden zeigen musste, hätte der Vorsprung von Basel nach 40 Minuten höher sein müssen. Das Torschussverhältnis von 21:6 spricht Bände.

Ist dies die Wende in der Serie?

Auch im Schlussdrittel das gleiche Bild. Basel am Drücker, diszipliniert, defensiv eine Wand und vorne aus jeder Situation mit Schüssen auf das Tor der Dübendorfer (Total 55 Schüsse!). In der 45. Minute hatte Hrabec die Vorentscheidung auf dem Stock, haut die Scheibe aber am leeren Tor vorbei. Die zahlreichen Basler Fans schrien ihre Mannschaft weiter nach vorne. Das hochverdiente 1:4 folgte prompt.

Einen Konterangriff schloss Lanz nach Pass von Rattaggi sauber ab. Dübendorfs Coach Stirnimann reagierte mit einem Timeout und Torhüterwechsel, der jedoch nicht den erwünschten Effekt brachte, zu dominant war Basel am heutigen Abend. Dazu gesellte sich noch Frust, was in einigen Strafen mündete und die Aufholjagt erschwerte. Neben einer 5 Minuten und Matchstarfe gegen Guidotti noch eine Zweiminutenstrafe gegen Jonski. Diese Überzahlsituation nutzt Basel zu zwei weiteren Toren durch Hunziker mit einem Weitschuss bei 5 gegen 3 und durch Schir auf Pass von Vogt bei 5 gegen 4 aus.

In einem tollen Kollektiv stachen heute mit je einem Tor und zwei Assists Jan Zwissler sowie Stefan Büsser heraus. Können die Basler an die Leistung des heutigen Spiels anknüpfen, besteht eine grosse Chance die Serie zu kehren und in den Halbfinal einzuziehen.