Djibril Cissé spielt nicht mehr bei Yverdon Sport, einen neuen Verein gefunden hat der französische Ex-Internationale allerdings noch nicht. Doch auch wenn die Waadtländer die grösste Attraktion der Promotion League verloren haben, im Sommer rüsteten sie ihr Kader mit mehreren Challenge- und gar Super-League-erfahrenen Spielern auf und gelten als Aufstiegsfavorit Nummer 1.

Djibril Cissé spielt nicht mehr für Yverdon. Die Welschen haben aber noch immer Super- und Challenge-League-erfahrene Spieler in ihren Reihen.

  

«Es ist unglaublich schwierig, in Yverdon etwas zu holen», hatte Basels U21-Trainer Arjan Peço im Vorfeld gesagt und wurde schnell bestätigt. Denn es war das Heimteam, das zu Beginn Druck machte. Doch die Basler hielten gut dagegen und machten den Vaudois die Aufgabe sehr schwer.

In einer hektischen Partie kochten die Emotionen nach 26 Minuten erstmals über: Um einen FCB-Gegenstoss zu verhindern, trat Yverdons Captain François Marque dem ballführenden Afimico Pululu in die Hacken und bezichtigte diesen nach dem erfolgten Foulpfiff energisch einer Schwalbe. Es kam zu einer Rudelbildung, in deren Folge Marque beim Versuch, Pululu an die Gurgel zu gehen, Robin Huser mit der Hand im Gesicht erwischte. Schiedsrichter Simon Rosset, der die Sache aus der Nähe beobachtet hatte, stellte den ehemaligen FCB-Verteidiger folgerichtig vom Platz.

Trainer macht seinen Jungs keinen Vorwurf

Die Rotblauen nutzten die Überzahl und wurden dominanter. In der 35. Minute fand eine Flanke von Julian Vonmoos Pululu, der beim Abschluss von Nehemie Lusuena gestört wurde. Doch weil der Ball trotzdem hinter Goalie Kevin Martin im Netz einschlug, durfte der Aussenseiter das 0:1 bejubeln.

Afimicio Pululu war am Führungstor der Basler beteiligt.

  

«Wir wussten, dass Yverdon nach der Pause auch mit einem Mann weniger nochmals zulegen würde, doch wir waren weiterhin solide», schilderte Arjan Peço den Beginn des zweiten Durchgangs. Die erste Angriffswelle des Heimteams war praktisch verebbt, als das 1:1 doch noch fiel. Ein mit viel Schnitt getretener seitlicher Freistoss von Muamer Zeneli fand den Weg an Freund und Feind vorbei ins Tor (62.). Peço wollte seinen Junioren in dieser Szene keinen Vorwurf machen («Der Freistoss war einfach sehr gut geschossen!»), ärgerte sich aber darüber, «dass wir den Freistoss auf unnötige Weise verursacht haben».

Freude über 1:1-Remis

Zwar strebten die Basler in der Folge den zweiten Treffer an, «doch nach dem Bellinzona-Match (0:2, die Red.) hat uns wohl etwas die Frische gefehlt», analysierte der Trainer, der aber dennoch lediglich zwei Wechsel vornahm. «Es war ein heikles Spiel und ich wollte unbedingt punkten, deshalb habe ich niemanden ins kalte Wasser geworfen», schilderte Peço seine Überlegungen und durfte sich schliesslich über ein 1:1 freuen.

«Auch wenn das vielleicht nicht so toll aussieht, wenn man über eine Stunde lang mit elf gegen zehn gespielt hat, ist es für mich ein gutes Resultat. Denn Yverdon hat grosse Qualitäten», bilanzierte der Basler Nachwuchstrainer nach einem aufwühlenden Fussballabend und machte seinen nicht eingesetzten Junioren für die Zukunft Hoffnung: «Die Saison ist noch lang, jeder wird seine Chance kriegen!»