Am Mittwochabend verspielte der RTV beim klaren Tabellenführer HC Kriens-Luzern ein weiteres Mal einen durchaus möglichen und richtungsweisenden Sieg und verlor ärgerlich und absolut vermeidbar mit 21:23 (9:9). Der RTV verbleibt zwei Runden vor Schluss der NLA-Abstiegsrunde dennoch weiterhin auf dem zweiten Platz.

Nach einem Fehlstart (0:3 nach sieben Minuten) fing sich der RTV in Kriens rasch auf, glich nach 17 Minuten zum 6:6 aus und ging vier Minuten vor der Pause sogar erstmals in Führung (9:8). Bis dahin hatten die Basler zwei Penalties sowie zwei weitere grosse Torchancen nicht verwertet. Kurzum: das Pausenresultat von 9:9 war für Kriens eher schmeichelhaft, war aber gleichzeitig auch das Verdienst von RTV-Torhüter David Pfister, der bis dahin 40 Prozent aller Bälle halten konnte.

In der zweiten Halbzeit bewegte sich die Partie weiterhin auf überschaubarem Niveau. Der RTV liess eine Vielzahl weiterer Grosschancen aus oder verhielt sich in entscheidenden Situationen schlicht naiv. Zudem konnte Torhüter Pfister in keinster Weise mehr an seine starke Leistung aus den ersten 30 Minuten anknüpfen. Die Quote seines Gegenübers im Krienser Tor lag am Ende bei stolzen 49 Prozent, während Pfister auf 25 Prozent absackte.

Hochspannung garantiert

So stand der RTV am Ende einmal mehr mit leeren Händen da - im Wissen, dass auch in diesem Spiel ein Sieg absolut im Bereich des Möglichen gewesen wäre. Doch der Konjunktiv hilft nicht mehr weiter. Effektivster RTV-Spieler war der wieselflinke linke Flügel Basil Berger mit fünf Toren aus sechs Versuchen.

Nun folgt eine rund zehntägige Meisterschaftspause, ehe es zum Showdown kommt. Zum Abschluss der NLA-Abstiegsrunde kann der RTV am Samstag, 30. März, und am Donnerstag, 4. April, zwei Heimspiele gegen die direkten Konkurrenten um den zweiten Platz bestreiten und hat somit nach wie vor alle Möglichkeiten, den zweiten Schlussrang und somit die Playoff-Qualifikation aus eigener Kraft zu schaffen. Hochspannung ist auf jeden Fall jetzt schon garantiert.