Natürlich war das Heimpublikum gespannt auf den ersten Auftritt ihrer Mannschaft im Jahr 2019. Für die Nationalspielerinnen in Reihen der Baselbieterinnen war es allerdings nicht der erste Ernstkampf im neuen Jahr. Madlaina Matter, Gabi Schottroff und Livia Zaugg hatten bereits am vergangenen Mittwoch im EM-Qualifikationsspiel gegen Oesterreich ihren ersten erfolgreichen Auftritt, als sie zusammen mit den Ex-Sm’Aesch Pfeffingen Teamkolleginnen Laura Künzler, Maja Storck und Libera Thays Deprati trotz knapper Niederlage im Tie-Break erstmals auf sportlichem Weg den Sprung an die Europameisterschaft schafften.

Doch jetzt zählen in den nächsten Wochen für das Birstal Kombinat nur die Meisterschafts- und Cupspiele, sowie das wichtige Auswärtsspiel im CEV-Europacup gegen Bekescsaba. Und das Heimteam zeigte sich mit seinen beiden neuen Mitspielerinnen Tess von Piekartz und Monika Chrstianka von der ersten Minute an präsent. 5:1 lagen die Gastgeberinnen nach Punkten von Gabi Schottroff durch die Mitte und Topskorerin Dora Grozer schnell in Führung.

Doch so einfach liessen sich die Luganesi nicht abschütteln und hielten mit viel Einsatz das Skore ausgeglichen (10:10). Eine energische Tempoverschärfung unter der Regie der neuen/alten Passeuse von Piekartz brachte dann aber wieder den klaren punktemässigen Unterschied und danach auch den relativ problemlosen Satzgewinn.

Lugano-Topskorerin macht Sm’Aesch das Leben schwer

Im zweiten Satz lief das Spiel der Gäste praktisch nur noch über die brasilianische Topskorerin Maria Gabriela Da Silva. Und die 25-jährige Diagonalangreiferin wurde ihrer Reputation als derzeit beste Punktesammlerin der obersten Schweizer Liga vollauf gerecht. Beim zweiten technischen Time-Out lagen die Gäste mit 11:16 in Front und es brauchte einen Zwischenspurt der Mannschaft von Head-Coach Andreas Vollmer um die Hoffnung auf eine 2:0-Satzführung aufrecht zu erhalten (21:19).

Es war dann die brasilianische Diagonalangreiferin Jessica Ventura, welche mit ihrem Winner diese für das Heimteam noch bewerkstelligte. Im dritten Durchgang spielte bei Sm’Aesch Pfeffingen Nationalspielerin Livia Zaugg anstelle der Österreicherin Chrtianska und zeigte sich von ihrer besten Seite (6:3). Doch wieder war es Da Silva, welche dank guten Zuspielen ihrer finnischen Passeuse Katja Kylmäaho reagieren konnte und das Geschehen resultatmässig zu Gunsten ihres Teams drehte (7:8).

Aber bis zum zweiten technischen Time-Out hatte der Favorit das Blatt wieder gewendet (16:12) und es war Ventura welche den zweiten Matchball sicher im gegnerischen Feld unterbrachte. Nach der Partie strahlte vor allem die Österreicherin Chrtianska:» Es ist toll hier zu spielen. Die Mannschaft hat mich super aufgenommen und das Niveau in der Schweizer Nationalliga A ist höher, als in Österreich. Ich freue mich auf weitere Spiele mit Sm’Aesch Pfeffingen.»

Als Leader zum Cupspiel nach Cheseaux

Dank dem Sieg hat Sm’Aesch Pfeffingen wieder die Tabellenführung vor Volley Düdingen übernommen und reiste deshalb mit viel Selbstvertrauen in die welsche Schweiz zum 1/8-Final Cupspiel gegen Cheseaux. Aber der klare Favorit hatte im Waadtland mehr Mühe als ihm lieb war.

Nach verlorenem Startsatz lag man auch im zweiten Satz in Rücklage, konnte aber mit einer klaren Leistungssteigerung das Blatt noch rechtzeitig wenden und satzmässig ausgleichen. Danach hielten die Baselbieterinnen das Tempo hoch und qualifizierten sich doch noch erwartungsgemäss für die Viertelfinals.