Kevin Bua hatte zuletzt einen Lauf. Endlich, ist man versucht zu sagen. Immer hatte er mit Verletzungen zu kämpfen, konnte nie Konstanz aufbauen seit er beim FC Basel ist, weil ihn Blessuren immer wieder zurück warfen. 

In den letzten Spielen aber nahm er Fahrt auf. Seit dem 1:7 gegen YB stand er immer in der Startelf, war oft der beste Akteur auf dem Platz. In den letzten vier Spielen sammelte er sechs Skorerpunkte – vier davon Assist, zwei davon Tore. Sein Trainer Marcel Koller setzte nicht nur auf ihn, er lobte ihn auch immer wieder. Bua hatte die Nase weit vor Valentin Stocker, Noah Okafor und Aldo Kalulu, die alle ebenfalls auf dem linken Flügel zu Hause sind. 

Und dann kam das Spiel in Thun vor der Nati-Pause. Dieses 2:4-Debakel, in dem der FCB nicht nur seinen Kopf und drei Punkte verlor, sondern auch noch das belebende Element im linken Couloir: Kevin Bua. 

Der 25-Jährige hatte in der ersten Halbzeit einen Schlag auf seinen Knöchel bekommen und konnte nach der Pause nicht mehr weiter machen. Bislang war unklar, wie gravierend seine Verletzung ist. 

Bereits die achte Verletzung

Ein Augenschein im Abschlusstraining am Freitag liess bereits erahnen, dass es Bua härter erwischt hat. Er fehlte. «Kevin Bua fällt bis auf Weiteres aus», klärte Koller ein paar Stunden später auf. Er habe aus dem Thun-Spiel eine Verletzung am Knöchel davongetragen. Die genaue Diagnose wollte Koller nicht publik machen und gab nur zu Protokoll, dass es sich «um eine Knöchelgeschichte» handle. Auch die Dauer des Ausfall wollte Koller nicht kommentieren. Es sei aber durchaus möglich, dass sein Flügelspieler die letzten vier Spiele der Hinrunde verpasse. Nur so viel gab Koller Preis: «Er muss nicht operiert werden.»

Für Bua ist der erneute Rückschlag unglaublich brutal. Es ist seit seinem Wechsel zum FC Basel im Sommer vor zwei Jahren bereits das achte Mal, dass er durch eine Verletzung ausgebremst wird. Ganze 44 Spiele hat er dadurch verpasst. Das ist beinahe eine ganze Saison. 

Auch seinen Trainer stellt er damit vor Probleme. Nachdem dieser vor der Nati-Pause vier Mal in Serie derselben Startelf vertraut hatte, muss er nun gleich zwei Mal umbauen. Neben Bua muss Koller auch Fabian Frei ersetzen, der nach seiner vierten gelben Karte gesperrt ist.