In den vergangenen Saisons mussten sich die Junioren der U21 des FC Basel stets ein paar Monate lang an das Niveau in der Promotion League gewöhnen. Dann stabilisierten sich die Leistungen. Im Verlauf der Rückrunde rollte man dann das Feld von hinten auf und belegte am Ende einen Rang an der erweiterten Tabellenspitze. Das ist auch 2019 wieder das Ziel.

Nach der langen Vorbereitungsphase ist der rotblaue Nachwuchs guten Mutes, nach Platz 12 in der Hinrunde eine bessere zweite Saisonhälfte hinzulegen. «Die Vorrunde verlief nicht optimal, da war deutlich mehr drin», gibt Arjan Peço zu. Der Trainer liefert einige Argumente dafür, dass Aufwand und Ertrag fortan öfter im Einklang sein könnten. Das wichtigste Puzzleteil sind die Spieler selbst. «Sie haben einen Qualitätssprung gemacht und im Verlauf der Hinrunde viel an Erfahrung und Mentalität gewonnen.»

Gerade mal vier Punkte beträgt derzeit der Abstand des FCB zu den Abstiegsplätzen. Dass sich dieser Umstand lähmend auf seine jungen Fussballer auswirken könnte, glaubt der ehemalige albanische Internationale nicht. «Einen gewissen Tabellendruck hat man immer, damit muss man umgehen können. Wir müssen einfach auf dem Platz den Druck in Qualität umwandeln.»

Zum Rückrundenauftakt trifft die FCB U21 am Samstag um 16 Uhr auswärts auf Breitenrain. Die Berner spielen auf Kunstrasen. Darauf wurden die Trainings entsprechend ausgelegt. «An der Unterlage wird es nicht scheitern», sagt Arjan Peço, der bis auf den lanzeitverletzten Daniele Vesco das komplette Kader zur Verfügung hat. Trotzdem warnt der Trainer: «Die Promotion League ist sehr ausgeglichen. Man darf sich gegen kein Team Fehler erlauben.»

Impressionen vom Testspiel OB gegen FCB U21:

OB wirbelt den Kader durch

Eine Etage tiefer kämpft derweil der BSC Old Boys um den Klassenerhalt. Das Überwintern auf einem Abstiegsplatz hatte zur Folge, dass die Gelbschwarzen mehrfach auf dem Transfermarkt tätig geworden sind (siehe Box). Und so gleicht das Kader wieder demjenigen, mit dem letzte Saison der sportliche Ligaverbleib in der Promotion League geschafft wurde, ehe der Verein aus finanziellen Gründen freiwillig abstieg.

«Mit Talent allein kannst du in der 1. Liga nicht bestehen», hat Rafet Öztürk im Verlauf der Vorrunde gelernt. Entsprechend achtete der OB-Sportchef bei der Suche nach Verstärkungen vor allem auf die Attribute Erfahrung und Persönlichkeit. Dass die meisten Neuzugänge wie Mittelfeldstratege Onur Akbulut oder Abwehrturm Loic Limanaj eine gelbschwarze Vergangenheit haben, hängt mit der guten persönlichen Beziehung zusammen, die Öztürk mit diesen Spielern pflegt.

In der Vorbereitung wurde bei den Old Boys viel ausprobiert, die Ergebnisse waren zweitrangig. Dennoch hat der Sportchef bereits eine entscheidende Veränderung ausgemacht: «Unser Auftreten ist ein komplett anderes. Niemandem schlottern mehr die Knie, wenn einer, der etwas grösser ist, auf ihn zuläuft.»

Bis auf Topskorer Sidy Dieng, der wegen Leisten- und Adduktorenproblemen unbestimmte Zeit ausfällt, kann OB-Trainer Aziz Sayilir aus dem Vollen schöpfen. «Ob wir die Qualität für die 1. Liga haben, müssen wir jetzt nicht mehr diskutieren», meint Öztürk selbstbewusst. Er sieht in seinem Team genug Potenzial, um der Liga-Konkurrenz auf Augenhöhe zu begegnen. Am Samstag um 16 Uhr hat OB in Delémont die Chance sich zu beweisen.

Black will in die Aufstiegsspiele

Das muss auch der FC Black Stars nicht, der einen Platz in den Aufstiegsspielen zur Promotion League anpeilt. Ein Ziel, dass Trainer Samir Tabakovic für realistisch hält: «Wir haben eine gute Mannschaft und können uns eigentlich nur selber schlagen.» Tabakovic verfügt laut eigener Aussage über 19 gleichwertige Spieler, von denen einige auf mehreren Positionen einsetzbar sind.

Bis auf ein paar kleinere Wehwehchen haben es die Black Stars verletzungsfrei durch die Vorbereitung geschafft. In den Testspielen wurde taktisch einiges probiert, dennoch wurden die meisten gewonnen. «Das Team ist bereit», so Tabakovic.

Der ehemalige FCB-Profi weiss aber, dass der Weg zum Ziel mit zahlreichen Hürden gepflastert ist. Die grössten hat er in den ersten beiden Runden ausgemacht, in denen die schwarzen Sterne bei den Abstiegskandidaten Bassecourt (Samstag, 15 Uhr) und Goldau gastieren. «In diesen Duellen geht es laut und aggressiv zu, die Zuschauer machen Druck auf den Schiri. Da nützen dir die spielerischen Vorteile wenig, du musst kämpferisch dagegenhalten», erklärt der Trainer und fügt hinzu: «Als Spitzenmannschaft musst du solche Spiele gewinnen.»

Dass die Black Stars eine Spitzenmannschaft geworden sind, will er in den nächsten Wochen und Monaten demonstrieren. Tabakovic legt besonderen Wert darauf, dass seine Equipe auf etwaige schlechtere Spiele oder Punktverluste mit Siegen reagiert. «So können wir zeigen, dass wir weiter als in der Vorrunde sind. Das haben auch die Spieler begriffen.»