Diesen Samstag soll es wieder soweit sein. Die Therwil Flyers wollen ihren Palmarès um einen weiteren Meistertitel erweitern. Es wäre der zwölfte NLA-Titel der Baselbieter Baseballer, der dritte in Folge. Etwas dagegen haben aber die Zürich Challengers. Sie wollen die Flyers in der Finalissima vom Thron stossen.

Es könnte eng werden, wie überhaupt die ganze Final-Serie bisher hart umkämpft war. 2:2 steht zwischen den beiden Kontrahenten nach vier von fünf Partien. Am Samstag kommt es nun auf dem Sportplatz Känelmatt in Therwil (Beginn: 14 Uhr) zur alles entscheidenden Partie.

Die Suche nach einem Favoriten gestaltet sich schwierig. Wie es der Stand der Final-Serie vermuten lässt, lieferten sich die beiden Teams jeweils Duelle auf Augenhöhe. So fällt die Bilanz der bisherigen Spiele der Flyers eher durchzogen aus.

Flyers legen vor, Challengers ziehen nach

Die Therwiler konnten die erste Partie (9:7) für sich entscheiden, die Challengers konterten ihrerseits allerdings prompt mit einem 3:2-Sieg. «Das erste Spiel konnten wir in der Verlängerung gewinnen. Das zweite Spiel haben wir verloren, obwohl wir gute Chancen gehabt hätten dieses zu gewinnen», analysiert Flyers-Akteur Sven Leemann.

Spiel 3 war dann das erste mit einem deutlichen Resultat. Gleich mit 18:5 bodigten die Therwil Flyers die Zürich Challengers. «Da haben wir alles gezeigt, was wir können», erinnert sich Leemann. Am Tag danach war die Baselbieter Dominanz bereits wieder zu Ende.

Die Therwiler Spieler schafften es nicht, ihr bestes Baseball aufs Feld zu bringen. Sven Leemann erklärt die 4:6-Schlappe so: «Wir waren lange im Spiel, sind aber gegen den Schluss zusammengefallen, was dann zur Niederlage geführt hat.»

Mit Schweizer Pitchern zum Sieg

Im letzten Spiel soll wieder alles anders werden. Die Regel will es so, dass die Teams in den Spielen 1, 3 und 5 der Serie mit Schweizer Pitchern antreten müssen. Und diese Weisung spielt den Flyers natürlich in die Karten, konnten sie doch schon Spiel 1 und Spiel 3 für sich entscheiden. Leemann zeigt sich demnach auch selbstsicher: «Wir haben den Gegnern gezeigt, dass sie, wenn wir gegen Schweizer Pitcher unsere Top-Leistung abrufen, keine Chance haben.»

An Motivation mangelt es dem Titelverteidiger aus Therwil jedenfalls nicht. Das Team sei aber auch ruhig und gelassen. Zuversichtlich stimmt sie sicherlich auch, dass sie sich im Halbfinal ebenfalls über fünf Spiele durchsetzen konnten.

Dennoch, aus Flyers Sicht kommt nichts anderes als ein Sieg infrage. Sollte der Titel dieses Jahr nicht an den Rekordmeister gehen, wäre das eine Enttäuschung. Das Rezept wie man die Zürcher besiegen will, tönt ebenso einfach wie effektiv: «Unsere Pitcher müssen gut pitchen.»

Ohne Chris Horne

Eine wichtige Absenz müssen die Therwil Flyers für die Finalissima vom Samstag aber vermelden. Der Australier Chris Horne wird nicht an der Partie teilnehmen können. Am vergangenen Mittwochmorgen ist Horne mit seiner U23-Auswahl an die Weltmeisterschaften in Kolumbien geflogen.

Nun denkt man sich, dass diese Vakanz für die Flyers von nicht von allzu grosser Bedeutung ist, hätte er in Spiel 5 ja sowieso nicht pitchen können. Dem ist allerdings nicht so, wie Leemann erläutert: «Wir hatten ein paar verletzungsbedingte Ausfälle während den Playoffs. Deshalb haben wir auf ihn auch im Feld gezählt. Er wird uns sicherlich fehlen.»

Sollten die Therwil Flyers die Zürich Challengers besiegen, würde dies neben dem erneuten Titelgewinn auch die erneute Teilnahme am nächsten Europacup bedeuten. In diesem Jahr schafften die Flyers im zweithöchsten europäischen Turnier den angestrebten Klassenerhalt.