Wie sehr schmerzt es, die 1:0-Pausenführung verspielt zu haben?

Jonas Omlin: Gegen eine Mannschaft, die so viel Präsenz auf den Platz bringt, ist ein 1:0 schwierig zu halten. YB hatte extrem viele Torchancen und wir sind am Ende froh, dass es nur 1:3 und nicht noch höher ausgefallen ist.

Das lag zu grossen Teilen auch an Ihnen. Sie haben gleich sieben Mal grossartig pariert.

Trotzdem gehen wir am Ende mit einer Niederlage vom Platz. YB hat das heute sehr gut gemacht. Nach der roten Karte, mit einem Mann weniger, war die Luft bei uns dann etwas raus. Wir wollen eigentlich dagegenhalten und noch einen Konter setzen, aber heute hat es nicht einmal mehr für einen Konter gereicht.

Warum hat YB dem FCB das Spiel so unheimlich schwer gemacht?

Mit ihren beiden grossen Stürmern Guillaume Hoarau und Jean-Pierre Nsame hatten sie die Lufthoheit. Wir konnten lange dagegenhalten, aber wenn so viele Flanken von aussen reinkommen, kommst du irgendwann nicht mehr dagegen an.

Ist die Übermacht der Berner schwer zu akzeptieren?

YB macht das einfach gut. Sie kommen über aussen und setzen sich in Eins-gegen-eins-Duellen oft gut durch. Die Flankenbälle sind so nur schwer zu verhindern und in der Mitte haben sie zwei körperlich starke Stürmer.

Bisher war der FC Basel 2019 auf Augenhöhe mit YB. Ist der FCB doch noch nicht wieder so gut wie Bern?

YB hatte gestern auch wegen des Kunstrasens einen Vorteil. Ich glaube, auf Rasen sieht es anders aus. In der neuen Saison wird es ein Duell auf Augenhöhe geben.

Wie gross ist der Dämpfer? Schliesslich war das heute die Generalprobe für den Cupfinal im gleichen Stadion in einer Woche.

Wir haben gegen den Meister verloren, der sehr gut drauf ist. Das lag auch am Kunstrasen und am Heimvorteil. Trotzdem haben wir eine super Rückrunde gespielt und können mit breiter Brust in den Cupfinal gehen. Wir kommen am Sonntag wieder nach Bern, um den Titel zu holen.(jaw)