Trotzdem sollten zwei Siege aus den restlichen fünf Qualifikationsspielen reichen, um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Wichtiger wird jedoch auch sein, den aktuellen 6. Tabellenplatz zu verteidigen, um aus aktueller Sicht nicht ins Wallis reisen zu müssen.

Das Spiel, in dem sich die in Bülach noch fehlenden Büsser und Schnellmann zurückmeldeten, begann ausgeglichen. Die erste Möglichkeit des Spiels gehörte Tuffet. Damian Osterwalder musste erst nach fünf Minuten erstmals ernsthaft eingreifen. Nachdem kurz darauf Gugelmann die Basler Verteidigung umkurvte und das Skore eröffnete, gehörte Thun das restliche Startdrittel.

Unnötige Strafen entschieden das Spiel

Basel verlor dabei viele Zweikämpfe. Für den jungen Stürmer Ueli Dietrich war man am Anfang «nicht parat und holte unnötige Strafen, was schlussendlich das Spiel entschieden hat» Ausser einer Möglichkeit von Tuffet, einem guten Abschluss von Zwissler und eine Chance von Rattaggi kurz vor der Sirene bei 3 gegen 5 kam von Basel nicht viel im ersten Abschnitt.

Besser machte es der EHC Thun in der 13. Minute als Boss in Überzahl nach einem Querpass von Bärtschi direkt abschloss und zum 2:0 erhöhte.

Basel, nach den ersten 20 Minuten mit nur zwei Gegentoren gut bedient, musste den Mittelabschnitt in doppelter Unterzahl beginnen, welche glücklicherweise überstanden wurde. Danach sah man eine andere Mannschaft als noch im Startabschnitt.  «Es haben in der ersten Pause einige das Wort ergriffen, unter anderem unser Captain Marco Vogt, denn so konnte es nicht weitergehen» so Dietrich.

Der Kampf war lanciert 

Tatsächlich wurde der Kampf nun angenommen. Jetzt war endlich Pfeffer drin. Büsser und Vogt mit einer Doppelchance eröffneten den Chancenreigen. In der 26. Minute wurde ein Treffer von Büsser annulliert. Nach einer Strafen Flut darf Basel plötzlich 5 gegen 3 spielen. Gfeller kam dabei an den Puck, wartete die ideale Schussposition ab und trifft wunderbar ins Lattenkreuz zum 1:2.

Basel war nun dem Ausgleich näher als Thun dem 3:1. Die Thuner verteidigten gut und blockten viele Schüsse. Dies sah auch Dietrich so: «Jeder Spieler von Thun war bereit, Schüsse zu blockieren. Es war sehr schwer für uns, diese Defensive zu durchbrechen.»

Nochmals alles gegeben 

Im Schlussdrittel drückte Basel auf den Ausgleich und hatte in der 44. Minute Pech, als Vogt nur den Pfosten traf. Kurz nach zwei weiteren guten Chancen durch Dietrich und Tuffet traf Lorenz nach einem Konter zum 3:1, nachdem der Puck von der Latte vor seinen Stock fiel.

Basel gab nicht auf und versuchte nochmals alles, hatte jedoch kein Abschlussglück mehr. «Es wollte heute nicht sein, wir hatten kein Abschlussglück. Dies gilt es nun wieder am kommenden Dienstag gegen den EHC Seewen zu erzwingen», so Dietrich. Dieses Spiel findet um 20:15 Uhr in der St. Jakob Arena statt.