Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass ein alemannischer Klub sich einen Meistertitel si­chert, dessen Sportart weiterhin von der Romandie, teils auch dem Tessin, geprägt und dominiert wird. Dieser Triumph ist ein Silberstreifen am Horizont – im Wissen, dass der Weg bis zum nationalen Elite-Basketballer sehr, sehr weit ist. Dessen sind sich alle – Klub­vorstand, Vereinstechniker, Cheftrainer und Akteure bewusst.

Aber es zeigt sich, dass die kontinuierliche Basisarbeit beim Nachwuchs Früchte trägt. Man muss sehr lange säen, viel Zeit und Fachwissen investieren, um dereinst ernten zu können. Seitdem Nemanja Calasan (34), dieser charismatische Universal-Serbe, nebst seiner Tätigkeit als Profi im Nationalliga-A-Team der Starwings, sich auch der Nachwuchs­arbeit verschrieben hat, konnte man bei seinen Jungs eine stete Evolution beobachten. Die am letzten Wochenende mit dem Titelgewinn gipfelte.

Machtdemonstration im Halbfinal

Das Halbfinale war eine kleine „Machtdemonstration“ - das Finale gegen Meyrin, aus des­sen Reihen ein Thabo Sefolosha und Clint Capela entstammen, war viel „Büez“. Wir zitie­ren Ortsbeobachter: „In einem von Nervosität geprägten Spiel gewinnen die Starwings U17 den Meistertitel der U17-Inter gegen Meyrin Basket. Die Starwings haben von Beginn weg das Spiel kontrolliert und waren immer in Führung. Zweimal führte das Team von Ne­manja Calasan mit zehn Punkten, aber wegen Unkonzentriertheiten in der Defense und unnötigen Ballverlusten in der Offensive konnte man sich nie entscheidend vom Gegner absetzen“.

In der dramatischen Endphase bewahrten die Birsfelder Jungs jedoch kühlen Kopf und si­cherten sich verdient den Schweizer Meistertitel. Und wenn man weiss, dass der neue Starwings-Cheftrainer, Dragan Andrejevic, die Klubphilosophie, bedingungslos auf den Nachwuchs zu setzen, mittragen und weiter fördern wird (er war nicht vergeblich in der Akademie des FC Bayern München), so dürfen sich die regionalen Basket-Freunde auf ein „neues“ Starwings in der obersten Spielklasse freuen – und freudig den weiteren Werde­gang der U17-Equipe verfolgen.