Denn hat der Maestro Erfolg, ist er stets der heisseste Anwärter auf den Triumph an der regionalen Sportler-Gale. Heute Abend nun wurde Federer im Rahmen einer festlichen Feier in der St. Jakobshalle der Preis verliehen. Anwesend war er nicht, schliesslich kämpft er aktuell in Australien um die Titelverteidigung. Den Preis für den 36-Jährigen nahm Laudator und Federer-Freund Marco Chiudinelli entgegen. «Ich hoffe die Übergabe findet erst frühestens ins eineinhalb Wochen statt. Das hiesse, dass er in Australien erneut hat siegen können.»

Die Ehrung des «Basler Sportler des Jahres» fällt Federer bereits zum 15. (!) Mal zu. Seit der Einführung des Preises im Jahr 2000 ging der Tenniskönig lediglich drei Mal leer aus. Zuletzt bei der vergangenen Verleihung, als er Fechter Benjamin Steffen den Vortritt überlassen musste. Die Rückkehr auf den Thron aber hat sich Federer mit seinem sensationellen Comeback-Jahr verdient.

«Basler Sportler des Jahres»

Roger Federer wurde nach einem Jahr Pause wieder zum «Basler Sportler des Jahres» gekürt.

«Basler Sportler des Jahres»

Nachdem er 2016 lange hatte pausieren müssen, errang er im Jahr 2017 neben dem Sieg am ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres auch noch jenen in Wimbledon sowie fünf weitere Turnier-Siege. Dass er nun auch in der regionalen Sportszene die Hierarchie wieder hat herstellen können, ist der perfekte Abschluss eines unglaublichen Jahres.

Hierarchie wieder hergestellt

Aber nicht nur Federer hatte nach der letztjährigen Gala eine kleine Rechnung offen. Nach sechs Auszeichnungen in Folge reichte es auch dem FC Basel 2016 nicht zur Auszeichnung als bestes Team. Durch ein starkes Jahr 2017, in dem allen Umbrüchen getrotzt, das Double erstmals seit fünf Jahren wieder gewonnen und eine Rekord-Champions-League-Kampagne gespielt werden konnte, haben sich aber auch die Fussballer die Rückeroberung des Titels in ihrer Kategorie verdient zurück erobern können.

Der FC Basel wurde als bestes Basler Team ausgezeichnet.

Der FC Basel wurde als bestes Basler Team ausgezeichnet.

Sie wurden heute Abend zum «Basler Team des Jahres» ausgezeichnet. Die Exponenten wurden an der Feier jedoch vermisst. Einige von ihnen gehören nicht mehr dem FCB an, und der Rest genoss nach einer anstrengenden Zeit im Trainingslager in Marbella heute ihren einzigen freien Tag. Stellvertretend für das Erfolgsteam nahm Ex-Captain und Neo-Ambassador Matías Delgado die Auszeichnung entgegen, und offenbarte: Ich mag den Ball im Moment gar nicht zu oft sehen.»

Langs zweiter Triumph

Mit Federer und dem FCB an der Spitze ist also wieder alles beim Alten. Das letzte Jahr, in dem seit Beginn der Verleihung erstmals keiner von beiden eine Auszeichnung erhalten haben, scheint tatsächlich nur eine kleine Ausnahme gewesen zu sein. Am gestrigen Abend wurden noch diverse weitere Sportler ausgezeichnet.

Bei den Frauen ging der Preis an Leichtathletin Salome Lang, welche im Hochsprung an der U23-EM Vierte wurde und an den Schweizermeisterschaften in der Elite und U23 gewinnen konnte. Lang, die vor zwei Jahren an selber Stelle den Preis als beste Nachwuchssportlerin entgegen nehmen konnte, zeigte sich überglücklich, auch wenn sie eine Ersatz-Trophäe annehmen musste, weil Vorjahressiegerin Rebeka Masarova die Wander-Kanne nicht zurück gegeben hat.

Salome Lang gewann den Titel bei den Frauen.

Salome Lang gewann den Titel bei den Frauen.

In den Nachwuchskategorien durften sich Bogenschützin Olga Fusek (Bogenschützen Juventas Basel-Riehen), Kanut Jan Rohrer (Basilisk Paddler) sowie das Volleyball U-19 Team von Traktor Basel feiern lassen. Insgesamt wurden an der Ehrung, die jeweils in enger Zusammenarbeit zwischen dem Sportamt Basel-Stadt, Sport Basel – dem Dachverband des privatrechtlichen Sports – sowie der Vereinigung der Basler Sportjournalisten organisiert wird, 99 Elitesportlerinnen und -sportler und weitere 86 Nachwuchssportlerinnen und -sportler ausgezeichnet.

Den grössten Applaus des Abends erhielten aber nicht die Sportler selbst, sondern Brigitta und Silvio Fumagalli. Die beiden engagieren sich seit Jahren ehrenamtlich - zuletzt mit der Gründung des Fussballclub Dream-Team, einem Club für behinderte Menschen.