Die Aussagen von Sm’Aesch Pfeffingen-Head-Coach Timo Lippuner vor diesem Heimspiel gegen Franches Montagnes verhiessen nichts Gutes. Mittelblockerin Monika Smitalova am Knie verletzt, Diagonalangreiferin Ralitsa Vasileva mit Fussverletzung out, dazu Samira Sulser, Ersatzpasseuse Roxana Wenger und Stammlibera Thays Deprati krank.

Alle stehen zwar auf dem Matchblatt werden aber nicht zum Einsatz kommen“ Eine vielleicht zu grosse Hypothek für ein über zwar auch sonst gutes Personal verfügendes Sm’Aesch Pfeffingen? Vor allem im ersten Satz war eine grosse Unordnung auf dem Platz nicht zu übersehen. Vielfach gingen gleich zwei Sm’Aesch-Spielerinnen auf einen Ball und standen sich oft im Wege.

Die erst 17-jährige Libera Alexandra Lorenz war zwar in der Verteidigung bemüht, hatte aber gegen die harten Smashes der Gästeangreiferinnen Kaylin Squyres (USA) und Valentina Zaloznik (Slowenien) meist kaum eine Abwehrchance. Dies vor allem auch deshalb, weil der Block des Heimteams in diesem Startsatz wohl in der Garderobe geblieben war. Auf einen 3:8-Rückstand beim ersten technischen Time-Out konnten die Gastgeberinnen zwar noch reagieren (9:9), doch die unter der Leitung ihrer Libera Taryn Sciarini ausgezeichnet verteidigenden Jurassierinnen lagen wenig später wieder mit fünf Punkten voraus und liessen sich den Satzgewinn in der Schlussphase nicht mehr nehmen.

Schnell den Tritt gefunden

Was im Startsatz überhaupt nicht funktioniert hatte, klappte im zweiten Durchgang immer besser. Topskorerin Laura Künzler und Maja Storck erwachten beide zum gleichen Zeitpunkt und machten die für den schnellen Vorsprung notwendigen Punkte. Da jetzt auch der Block mit Capitaine Barbara Duarte und Madlaina Matter dort war, wo er sein musste, war der Weg zum Satzausgleich nicht mehr weit.

Den Schwung nahmen die Sm’Aesch-Spielerinnen gleich mit in den dritten Satz. Mit einer jetzt am Pass überzeugenden Tess von Piekartz und der kaltblütig abschliessenden Anu Ennok lag der Nationalliga A-Tabellenführer schnell mit sechs und mehr Punkten in Front und holte sich mit einem deutlichen 25:13 die Satzführung.

Auch im vierten Satz lag der Favorit schnell mit 11:5 in Führung, als Schiedsrichter Stephan Grieder mit einigen fragwürdigen Entscheiden und einer gelben Karte für Trainer Lippuner etwas Unruhe in die Reihen von Sm‘Aesch brachte (12:11). Doch Ennok und eine stark auftrumpfende Künzler blieben ruhig und führten mit teils sehenswerten Punkten ihre Mannschaft zum anfangs kaum mehr erwarteten Drei-Punkte-Sieg. „Wir haben uns nach dem verpatzten ersten Satz steigern können. Vor allem unser Service sorgte für mehr Druck und der Block funktionierte auch endlich“ sagte eine mit sich und der Mannschaftsleistung zufriedene Matter.