Sechs Jahre lang hatte sich der FC Basel nicht aus den Niederungen der NLB erheben können. Sechs Jahre lang mussten die FCB-Fans leiden und statt nach Zürich oder Bern nach Kriens, Brüttisellen oder Locarno fahren. Doch genau heute vor 25 Jahren setzte das Team von Aufstiegstrainer Claude «Didi» Andrey dem Ganzen ein Ende.

Eigentlich hätte der Aufstieg schon drei Tage früher klargemacht werden sollen. 42 126 Zuschauer waren an diesem Tag in ausverkauften alte Joggeli geströmt. Aus Sicherheitsgründen konnten nicht noch mehr Tickets verkauft werden, weswegen etliche Tausend draussen bleiben mussten. Die Euphorie rund um den Verein war so gross wie lange nicht mehr. Doch die Party musste vertagt werden.

Was für eine Stimmung im Joggeli:

Der FCB ging gegen den FCZ zwar durch Mario Cantaluppi 1:0 in Führung, kassierte aber kurz vor Schluss noch den Ausgleich. So fehlte ein Punkt und genau diesen sollte sich der FCB am 3. Mai 1994 in Carouge holen. Im Genfer Vorort ging Rotblau Mitte der zweiten Halbzeit zunächst in Rückstand, doch ein Freistoss von Dario Zuffi erlöste in der 74. Minute die rund 1200 mitgereisten Basler und und 250 Kilometer entfernt eine ganze Stadt.

Nach Schlusspfiff stürmten die Gästefans das Spielfeld und die Garderobe, um gemeinsam mit den FCB-Aufstiegshelden zu feiern. Diese wurden spontan von der lokalen Flugline «Crossair» eingeladen. Per Sonderflug ging es zurück nach Basel, damit die Aufstiegsparty auf dem Barfüsserplatz etwas früher beginnen konnte. Nur Aufstiegstrainer Andrey blieb alleine in Genf zurück.

So feierte der FC Basel den Aufstieg 1994:

Das Bier fliesst in Strömen

Schon am Flughafen empfingen einige duzend Fans das Team. Um halb 1 am Morgen wurden die Spieler dann in Limousinen in die Innenstadt gefahren. Dort hatte Radio Basilisk zuvor ein Public Viewing organisiert, die Aufstiegsparty war bereits in vollem Gange. Rund 6000 FCB-Fans empfingen die Helden, die sich schnell unter die Massen mischten und diesen unvergesslichen Moment gemeinsam mit ihren Anhängern feierten. «Nie meh, nie meh Nati B!», hallte es immer wieder durch die Freinacht. Das Bier floss nicht nur bei den Fans sondern auch bei den Spielern in Strömen. Und FCB-Sportchef Gusti Nussbaumer versprach an diesem Abend bereits: «Wir sind aufgestiegen, um wieder unter die Besten zu kommen.»