Die Playoff-Serie zwischen dem EHC Basel und dem EHC Dübendorf verspricht eine ausgeglichene Sache zu werden. Nach Ende der Qualifikationsrunde Tabellennachbarn, haben beide Mannschaften in vier Begegnungen je zweimal gewinnen können. Hoffnung für Basel geben die zuletzt fünf Siege hintereinander, während Dübendorf nur zwei der letzten fünf Meisterschaftsspiele gewinnen konnte.

Spezielle Spiele werden es auch für Dübendorfs Raoul Seiler, welcher auf nächste Saison zu seinem Ausbildungsverein zurückkehren wird. Ebenfalls bei den Zürchern im Einsatz stehen die ehemaligen Basler Spieler Puntus, Ustsimenka und Falett.

Der Spielverlauf

In den ersten Minuten kam noch keine wirkliche Playoff Stimmung auf. Beide Defensiven waren präsent und liessen keine grossen Möglichkeiten zu. Erst nach etwa 10 Minuten nahm das Spiel Tempo auf und die Checks wurden häufiger.

Mehr als zwei gute Chancen von Büsser und Tuffet konnten jedoch im Startdrittel nicht erspielt werden. Dasselbe auf der anderen Seite mit dem Unterschied, dass ein von Guidotti abgelenkter Schuss durch viele Beine hindurch das Heimteam glücklich in Führung brachte. Nach 26 Minuten konnte sich Dübendorf am Ende einer Überzahl im Drittel der Basler festsetzen und durch Lukaszek do Carmo auf 2:0 erhöhen. Kurz darauf begann die beste Basler Phase mit sehr guten Tormöglichkeiten durch Zwissler und Büsser.

In dieser Druckphase fiel prompt ein Tor, jedoch auf der falschen Seite durch Müller. Das 4:0 für die Zürcher fiel dann noch im Powerplay abermals durch einen abgelenkten Schuss. Die ersten grösseren Emotionen kamen kurz vor Drittelsende. Der zuvor provozierte Gfeller liess sich auf einen (gewonnen) Faustkampf ein und musste dafür unter die Dusche. Im Schlussdrittel versuchte Albert Malgin mit einem Torhüterwechsel das unmögliche möglich zu machen. Basel zeigte tatsächlich Kampfgeist. Nachdem die 5 Minuten Strafe ohne Gegentor überstanden wurde, wurde Basel druckvoller. Den Anschlusstreffer von Zwissler nach einem Bully war daher verdient. Für mehr fehlte die Durchschlagskraft gegen die disziplinierten und gut spielenden Gastgeber.

Die Emotionen

Sowohl Eishockeyspieler wie Zuschauer lieben die Playoffs. Es sind die entscheidenden Spiele. Hier sind Emotionen im Spiel, hier wird um jeden Puck und Meter gekämpft. Oft gewinnt nicht die spielerisch, sondern die kämpferisch bessere Mannschaft. So kann durch eine bestimmte Szene eine ganze Serie oder Partie gedreht werden. Ein solches Zeichen könnte heute Gfeller gesetzt haben, denn die anschliessende Reaktion auf der Bank zeugt von einem guten Teamspirit. Tatsächlich ging ein Ruck durch die Mannschaft, sodass zumindest das Schlussdrittel gewonnen werden konnte.

Das Potential

Zwar hat der EHC Basel das erste Spiel verloren, zeigte jedoch heute gute Ansätze, um die weiteren Partien positiv gestalten und für sich zu entscheiden zu können. Defensiv stand die Mannschaft meistens stabil und sie verfügt mit Haller und Osterwalder über zwei überdurchschnittliche Torhüter. Sie zeigte einen guten Spielaufbau, schöne Spielzüge, überzeugt kämpferisch. Einzig offensiv konnte die Mannschaft im ersten Spiel nicht das umsetzen, was vorgenommen wurde. Da fehlte es an Durchschlagskraft und Kaltblütigkeit vor dem Tor und, wie auch oft in der Qualifikationsrunde, am Druck auf den gegnerischen Torhüter.

Bereits am nächsten Dienstag um 20:15 Uhr folgt die zweite Partie in Basel und somit die Chance für Basel die "Best of five" Serie auszugleichen.