Im September 2018 löste sich die Stiftung Sportmuseum Schweiz nach jahrelangem Überlebenskampf auf. Nachdem die Gelder von Bund und Kanton Basel-Stadt ausblieben, sah die Stiftung keine Möglichkeit mehr, weiterzumachen. Die umfassende Sammlung aus dem Begehlager des Sportmuseums in Münchenstein ging an den Sportdachverband Swiss Olympic. Was genau mit den unzähligen Fundstücken aus der Geschichte des Schweizer Sports in Zukunft geschieht, liess Swiss Olympic offen.

Jetzt ist zumindest klar, was mit den zahlreichen FCB-Perlen aus dem Fundus geschieht. Gigi Oeri, von 2006 bis 2012 FCB-Präsidentin, hat mit einer Einlage von 500'000 Schweizer Franken die Stiftung Ehrentor ins Leben gerufen. Diese ist seit Ende Mai neu im Handelsregister eingetragen.

Auch FCB-Historiker sind beteiligt

Die Stiftung Ehrentor hat laut der hinterlegten Dokumente folgenden Zweck: «Die Stiftung bezweckt den Ankauf und die Übernahme von Gegenständen und Werten aller Art, insbesondere aus dem Bereich des Fussballs und des FC Basel, vor allem aus den Beständen des Schweizerischen Sportmuseums, um diese Gegenstände und Werte in geeigneter Form permanent oder vorübergehend der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.»

Neben Gigi Oeri sind mit FCB-Historiker Josef Zindel und Pascal Naef zwei weitere Personen im Stiftungsrat eingetragen. Letzterer war damals Oeris persönlicher Assistent beim FCB. Heute betreut er die FCB-Profis beim Wohnungskauf und anderen Alltagsfragen.