Die Höhepunkte aus nationaler Sicht lieferten am traditionellen Susanne Meier Memorial des LC Basel vom Pfingstmontag auf der Schützenmatte Petra Fontanive (LAC TV Unterstrass Zürich) und Angelica Moser (LC Zürich).

Fontanive verbesserte ihre 400-Meter-Hürden-Bestzeit auf 55,12 Sekunden und unterbot mit dieser Weltklassezeit die WM-Limite für London 2017 deutlich. Angelia Moser (LZ Zürich) erfüllte mit 4,55 Meter als zweite Schweizer Stabhochspringerin nach Nicole Büchler die WM-Limite und stellte gleich auch noch einen neuen U23-Schweizer-Rekord auf.

Ott noch mit Trainingsrückstand

Ein guter Saisoneinstieg nach langer Wettkampfabsenz gelang dem Kugelstösser Gregori Ott (Old Boys Basel). In Zofingen hatte Ott am Pfingstsamstag mit 17,86 Metern zwar eine etwas bessere Weite erreicht als die 17,65 Meter vom Pfingstmontag in Basel, doch die Serie in Basel war deutlich konstanter. In Zofingen war die Kugel nur einmal über die 17-Meter-Marke geflogen.

Gregori Ott mochte in Basel zu überzeugen.

Gregori Ott mochte in Basel zu überzeugen.

Nachdem Ott die Freiluftsaison 2015 wegen einer Schilddrüsenerkrankung und die Freiluftsaison 2016 wegen eines Muskelfaserrisses im Brustbereich praktisch komplett verpasst hatte, war er froh, überhaupt wieder im Ring stehen zu dürfen. Mitten in der Vorbereitung bremste ihn diesmal ein Bänderriss am rechten Fuss, sodass er ein Trainingslager in Chemnitz abbrechen musste.

«Von den Kraftwerten her bin ich auf einem hohen Stand, der sogar dem Vergleich mit den traditionell kräftigen deutschen Spitzenathleten standhält», sagt Ott, «was noch fehlt, ist die Konstanz. Aber das ist nicht verwunderlich, denn wegen des Bänderrisses im Fuss fehlen mir rund tausend Trainingsstösse.»

Weite über 20 Meter im Visier

Ein grosses Saisonziel Otts ist die Qualifikation für die Universiade – die Limite dafür liegt bei 18,80 Metern. Ott, der unter Profibedingungen trainiert und im Herbst im Teilzeitpensum eine Ausbildung zum Masseur beginnen wird, traut sich diese Saison eine Weite von über 20 Metern zu.

Sein Fernziel sind die Olympischen Spiele 2020. Otts Trainerin ist Ursula Jehle, die Koordination des Krafttrainings liegt bei Jean-Pierre Egger, und der deutsche Trainer Rolf Oesterreich unterstützt Ott mit Inputs im technischen Bereich.

Lang mit neuem Anlauf

Wie Ott will auch OB-Vereinskollegin und Hochspringerin Salome Lang dieses Jahr an die Universiade, und wie Ott ist sie die derzeit Beste der Schweiz in ihrer Disziplin. Mit 1,77 Metern konnte sie in Basel rein von der Höhe her zwar nicht zufrieden sein. Im Mittelpunkt stand aber der Anlauf.

Erstmals bestritt sie einen Wettkampf mit ihrem neuen Anlauf in der vollen Länge von elf Schritten. «Ich fühle mich wohl damit», sagt Lang, was nun noch fehle, seien ein wenig Tempo und die Aggressivität zur Latte. Salome Lang verbrachte den europäischen Winter in Neuseeland, wo sie einen fünfmonatigen Sprachaufenthalt absolviert und unter besten Bedingungen bei sommerlichen Temperaturen trainiert hat.

Der frühere neuseeländische Nationaltrainer Ed Fern riet ihr, ihren Anlauf umzustellen. Mit einem grösseren Radius kann sie nun zum Absprung hin mehr Tempo machen.

Fernziel Olympia 2020

Mit einem Satz über 1,81 Meter am Hürden- und Sprintmeeting in Basel, da noch mit verkürztem Anlauf, hat Lang, die nach wie vor unter der Regie von OB-Trainer Alain Wisslé trainiert, die U23-EM-Limite bereits im Sack.

«Sollte ich die 1,86 Meter auch noch packen, liegt an der U23-EM vielleicht ein Platz unter den Top 5 drin», sagt sie. Im September will sie in St. Gallen ein Wirtschaftsstudium beginnen. Ihr Fernziel sind die Olympischen Spiele 2020.