Auf den ersten Blick könnte man glauben, dass die Gäste aus Basel zwei Zähler verloren haben. In der Tat waren sie in der Schlussphase einem dritten Treffer, und damit dem Sieg, näher als die Aargauer. Doch der Neuling ist eine Equipe, die Fussball spielt. Und dies in einem sehr offensiv ausgerichteten 3-4-3-System. Sicher, bei gegnerischem Ballbe­sitz verwandelt sich das System in eine defensive 5-4-1-Ordnung, doch das Bestreben, konstruktiven Fussball zu spielen, ist dem Aufsteiger eigen. 

Das unglückliche Eigentor von Jasmin Mbatchou liess, aus Basler Sicht, Befürchungen aufkommen. Doch weil  Dino Babovic nur eine Minute später den Ausgleich bewerkstellig­te, trugen die beiden frühen Tore viel dazu bei, dass die Zuschauer, bei spätsommerlichem Wetter, eine animierte, kurzweilige und rassige Partie zu sehen bekamen. Auch der Wie­derbeginn zur zweiten Halbzeit glücke dem Gastgeber besser. Ein prächtiger Hocheck­schuss von Michele Scioscia brachte Zofingen mit 2:1 in Fährung – und diesmal mussten die Black Stars mehr «beissen».

Substanz und Power von der Ersatzbank

 Aber nun konnte Gasttrainer Samir Tabakovic die Ersatzbank bewegen. Denn seit ideser Woche hat sich die personelle Situation bei den «Schwarz-Sternen» deutlich verbessert. Mit Oumar Gayé kehrte der «Knipser» der letzten Saison auf dem Buschweilerhof zurück  - sein Gastspiel beim SC Cham in der Promotion League war von sehr kurzer Dauer. Und mit Deny Gomes (ex-Old-Boys) konnte sein legitimer Nachfolger nach einer einmonatigen Verletzungspause wieder mittun. Dieser Doppelwechsel, für Tabakovic sonst unüblich, er­höhte nochmals den sonst schon hohen Rhythmus und der Druck aufs Gehäuse von Zo­fingen-Hüter Alessandro Vodola wurde immer grösser. Der Ausgleich, erzielt durch Ola Moyo Uruejoma, mittels prächtigem Kopfball, war der verdiente Lohn für den Gast vom Rheinknie. Dass «Blägg» wenig später mit Seyfettin Kalayci den wiedergenesenen Regis­seur bringen konnte (für einen Verteidiger!) zeigt, dass der ambitionierte Quartierverein konsequent den Sieg, und somit drei weitere Punkte, suchte.

«Nur» Punktesieger

Dass dies nicht gelang, hatte auch mit der aufopferungsvollen Defensivarbeit der Zofinger zu tun, die um jeden Meter Terrain kämpften. Im Boxen wäre dem Gast ein knapper Punk­tesieg gewiss gewesen… doch weil Fussball ist, konnte der FC Black Stars und sein Um­feld (mit Sportchef Peter Faé vor Ort) mit dem einen Punkte durchaus leben. Und die Par­tie zeigte, dass der Tabellenführer über 16 valable Akteure verfügt, die jederzeit für feinste Erstliga-Kost garantieren. Man muss kein Prophet sein um zu behaupten, dass der Lea­derthron derzeit in starken Basler Füssen liegt. 

Den Beweis kann der FCBS am nächsten Samstag (15 Uhr; Sportplatz Buschweilerhof) im Spitzenkampf gegen den Verfolger Grasshoppers Club Zürich (Nachwuchs) antreten.