Es war alles angerichtet. Die erwartungsfrohen Zuschauer in der Rankhofhalle waren schon vor Spielbeginn gut drauf. Die Spielerinnen zwar etwas nervös, aber trotzdem zuversichtlich. «Wir wissen sehr wohl um die Stärken unserer Gegnerinnen. Aber auch wir haben den einen oder anderen Pfeil im Köcher» sagte Topskorerin Dora Grozer.

Sm’Aesch-Head-Coach Andreas Vollmer hatte sein Team nämlich mit viel Videosequenzen des ungarischen Meisters «gefüttert». Doch schon die ersten Ballwechsel zeigten auf, dass es für das Heimteam ein äusserst schwieriges Spiel werden würde. Es war bereits in der Startphase die Montenegrinerin Nikoleta Perovic welche nicht nur mit ihren Angriffen, sondern auch am Block das Sagen hatte.

Urplötzliche Unsicherheit

Da die Annahme bei den Baselbieterinnen nicht wirklich überzeugend war, lag Sm’Aesch schnell mit 3:8 in Rücklage. Doch so langsam nahm der klare Aussenseiter Fahrt auf und glich resultatmässig aus (11:11). Es war in dieser Phase vor allem Topskorerin Grozer, die mit ihren Punkten das Publikum zu begeistern wusste.

Doch urplötzlich war sie wieder da, die Unsicherheit bei der Annahme und dies wussten die Ungarinnen gnadenlos auszunutzen (12:17). Trotz zum Teil guter Defensivarbeit, vor allem von Libera Kristen Tupac, holten sich die Magyarinnen den Startsatz letztlich deutlich.  

Steigerungslauf von Sm’Aesch Pfeffingen

Mit viel mehr Selbstvertrauen gingen die Sm’Aesch-Spielerinnen in den zweiten Durchgang, wo jetzt auch Mittelblockerin Gabi Schottroff und die Basilianerin Jessica Ventura punkteten. Erfreuliches Fazit dieser Steigerung war eine auf Grund des bisherigen Spielverlaufs doch eher überraschende 12:5-Führung.

Doch die Gäste, welche als Minimalziel den Einzug ins Finale des CEV-Cups vorgegeben haben, liessen sich nicht so einfach abschütteln und kamen zwischenzeitlich bis auf vier Punkte heran. Doch Capitaine Madlaina Matter und ihre Teamkolleginnen behielten die Nerven und glichen verdientermassen satzmässig aus.

Ein kämpferisches Sm'Aesch

Es brauchte vor dem dritten Satz schon ein paar deutliche Worte von Bekescsaba-Coach Mihaly Kormos um seine Akteurinnen wieder auf Kurs zu bringen. Mit einer in dieser Phase überragenden, erst vor drei Wochen verpflichteten, Tatjana Bokan, schien beim Spielstand von 6:14 der Satz zu Gunsten von Bekescsaba gelaufen.

Doch ein kämpferisches Sm’Aesch Pfeffingen, jetzt mit der erst 15-jährigen Livia Saladin für Zaugg, zog mit der grossartigen Unterstützung seiner Fans nochmals alle Register, drehte das Geschehen und gewann den Satz noch mit 25:22.

In der Folge war es eine Partie mit offenem Visier die nach dem 2:2-Satzausgleich der Ungarinnen ins Tie-Break führte. In diesem wogte das Geschehen hin und her (9:9), ehe in der Schlussphase die Gäste mit etwas Glück den knappen Sieg bejubeln konnten.