Es war einer der Knackpunkte der vergangenen Saison. Zu viele Wechsel hatte man vorgenommen. Nicht jene in der Führungsetage, sondern viel mehr jene auf dem Platz. Vor allem in der Winterpause. Und genau deshalb war der Wunsch aller Beteiligten für die aktuelle Transferperiode: so wenig Wechsel wie möglich. Damit endlich ein klein wenig Kontinuität aufkommt.

Als gestern Donnerstag das Training wieder aufgenommen wird, ist diese Mission geglückt. Leistungsträger hat man keine verloren. Auch nicht Mohamed Elyounoussi. Oder sollte man besser sagen: noch nicht? Der Norweger ist nach seiner überragenden Saison heiss begehrt.

Marco Streller: "Wir sind überzeugt vom Kader und den einzelnen Spielern"

Marco Streller: "Wir sind überzeugt vom Kader und den einzelnen Spielern"

Und dennoch kann FCB-Sportchef Marco Streller gestern zu Protokoll geben: «Stand jetzt geben wir ihn nicht ab.» Es sei noch kein Angebot auf seinem Tisch gelandet – nicht nur für Elyounoussi, sondern allgemein – das ihn zum Nachdenken gezwungen habe. «Natürlich kann man nichts ausschliessen.»

Die Deadline ist gesetzt

Man sei sich bewusst, dass der Transfer-Zirkus erst später richtig Fahrt aufnehme, da die grossen Ligen erst später in die Vorbereitung und die Saison starten. Aber man habe sich als FC Basel, gerade auch, weil die Saison im Vergleich zu den grossen Ligen, so früh und mit der Qualifikation zur Champions League mit so immens wichtigen Spiele beginne, eine Deadline gesetzt, bis wann man einen Spieler ziehen lassen könne. «Diese Deadline ist sehr bald.» Wann genau, will Streller nicht sagen.

Dass man aber keine hundertprozentige Sicherheit hat, gerade bei einem Spieler wie Elyounoussi, ist klar. Und wenn ein Angebot in Sphären geht wie jenes für Manuel Akanji mit über 20 Millionen, dann kann der FCB ohnehin nicht Nein sagen.

Der FCB will Elyounoussi nicht ziehen lassen.

Der FCB will Elyounoussi nicht ziehen lassen.

Und Spieler wie Elyounoussi, die nicht aus Basel stammen, bereits 24 sind und den FCB als Sprungbrett sehen, kann man auch nur bedingt halten. Den konkreten Wunsch, zu gehen, habe der Norweger aber nicht geäussert. Am Montag ist seine Rückkehr nach Basel geplant. Ob es dann noch gleich aussieht, wird sich zeigen.

Sollte man beim FCB jedenfalls keinen Abgang verzeichnen, sind auch keine weiteren Zuzüge geplant. Denn, so Marco Streller: «Wir sind zufrieden mit dem Kader, das wir haben.»