Die letzten sechs Spiele hat Dübendorf gewonnen. Der EHC Basel war also gefordert, eine tadellose Leistung abzuliefern, um etwas Zählbares aus dem Kanton Zürich mitzunehmen. Und das taten sie.

Bereits zu Spielbeginn sah man einen kämpferischen, spielfreudigen EHC Basel. Bereits nach fünf Spielminuten hätte man nach Chancen von Tuffet, Schnellmann oder Lanz führen müssen. In der elften Minute hatte Basel erstmals etwas Glück, als die Latte rettete. Nur eine Minute später traf Sahli für Basel jedoch auch ans Metall.

Die verdiente Basler Führung war eine Willensleistung. Tuffet und Hrabec erkämpften sich hinter dem Tor die Scheibe. Den Rückpass verwertete Rattaggi mit einem satten Schuss ins hohe Eck zum 0:1. Kurze Zeit später erhöhte Hrabec mit einem Weitschuss zum 0:2. Ein nicht unhaltbarer Schuss. Ein Grund genug für Trainer Reto Stirnimann, Goalie Meier durch Zumbühl zu ersetzen.

Starkes Spiel auf hohem Niveau

Das Mitteldrittel begann schlecht für Basel, welches zu Beginn noch in Unterzahl agierte. Derder traf aus kurzer Distanz. Die Zuschauer sahen weiterhin ein schnelles und unterhaltsames Spiel auf sehr gutem Niveau mit vielen Torszenen, das hin und her wog. Beispielsweise als Lanz in der 23. Minute den Pfosten traf, Pozzorini nach einem Sololauf scheiterte oder Gfeller mit seinem Schuss knapp neben das Tor.

Ein Grund für den heutigen Sieg zeigte das 3:1 durch Rubio Schir, der sich energisch durchsetzt und konsequent den Abschluss suchte. Ein Faktor, der in den letzten Spielen oft fehlte. Aber auch die Gastgeber hatten ihre guten Möglichkeiten, scheiterten aber oft am abermals sicheren und fehlerfreien Haller.

Als dann doch einmal Topscorer Seiler vergessen wurde, musste Haller doch noch den Puck aus dem Tor wischen. Basel zeigte sich jedoch weiterhin aufsässig und kämpferisch. Zunächst verhindert Zumbühl ein Tor von dem auf ihn alleine zulaufenden Tuffet, nach dem Zuckerpässchen von Vogt auf Gfeller kurze Zeit später hatte er aber keine Chance mehr.

Freude beim EHC Basel.

Freude beim EHC Basel.

Im Schlussdrittel verstärkte Dübendorf ihre Angriffsbemühungen. Basel hielt jedoch mit gesunder Aggressivität dagegen. Je länger das Drittel dauerte, desto besser hatten die Gäste das Geschehen im Griff. Hrabec und Tuffet hatten die Vorentscheidung auf dem Stock.

Diese gelang dann Vogt Marke Tor des Monats. Eine schnelle Passfolgte lenkte er im Fallen zum Endstand von 2:5 ab. Der Abschluss gehörte aber nochmals Torhüter Haller, der mit der Schlusssirene nochmals mit einer Glanzparade glänzte.

In der bisherigen Saison war oft die Rede davon, wie viel Potential eigentlich in dieser jungen Mannschaft steckt. Heute hat sie es gezeigt. Das Team gefiel mit gutem Kombinationsspiel und Einsatz. Die Scheibe konnte schnell weitergeleitet werden, da immer ein Basler Spieler anspielbar war. Es war eine Freude, der Mannschaft zuzuschauen.

Sogar der Basler Sportchef Oli Schäublin zeigte sich mit der Bemerkung «Das ist Hockey!» vom Gezeigten sehr zufrieden. Für Leandro Gfeller, der mit einem Tor und zwei Assists glänzte, ist es nun wichtig demütig zu bleiben, denn am nächsten Samstag um 17:30 Uhr kommt der punktgleich mit Huttwil an der Tabellenspitze liegende HC Sierre nach Basel. Da muss der EHC mindestens die gleich gute Leistung nochmals abrufen.