Die Laudatio für Tobias Fankhauser hielt Regierungsrätin Monica Gschwind gleich selber. Sie kennt Tobias Fankhauser aus ihrer Wohngemeinde Hölstein persönlich sehr gut und durfte ihn als ehemalige Gemeindepräsidentin schon mehrfach ehren. Sie würdigte den bisherigen sportlichen Leistungsausweis Fankhausers mit zwei Medaillen an den Paralympics 2012 und 2016, fünf Weltmeisterschafts-Medaillen, diversen Siegen und Podestplätzen in Weltcup- und Europacuprennen sowie seine 14 Schweizermeistertitel. Speziell hob sie eine seiner Stärken hervor: „Immer wieder gelingt es Dir, am entscheidenden Wettkampftag eine starke Leistung abzurufen.“

Tobias Fankhauser.

Tobias Fankhauser.

Sie wies auch auf die grossartige Unterstützung seiner Eltern hin, die ihn jederzeit zu 100 Prozent unterstützen. Auch der Kanton Basel-Landschaft unterstützt Tobias Fankhauser, indem er als die Schüler die Matursportklasse absolvieren durfte und als Mitglied des Baselbieter Olympiateams von Unterstützungsleistungen profitiert. Der angehende Betriebsökonom meistert die Doppelbelastung von Studium und Sport sehr gut, kann auch beim Studium auf die Unterstützung der Fachhochschule Nordwestschweiz zählen.

Regierungsrätin Monica Gschwind lobte Tobias Fankhauser: „Du bist mit deiner Professionalität und deiner Einstellung ein Vorbild für alle jungen Athletinnen und Athleten. Deine Laufbahn zeigt exemplarisch, wie Sport und Ausbildung auf höchstem Niveau erfolgreich kombiniert werden können. Deine vorbildliche Einstellung soll andere Menschen dazu animieren, sich regelmässig sportlich zu betätigen und immer wieder neue Ziele zu erreichen.“

Die Laudatorin verglich seine sportlichen Leistungen mit den Erfolgen von OL-Weltmeister Fabian Hertner und Roger Federer. „Nach OL-Weltmeister Fabian Hertner bist du der zweite Baselbieter Sportler, der genau fünf Jahre nach dem Förderpreis auch den Baselbieter Sportpreis erhält. Neben Roger Federer bist du der einzige Baselbieter Sportler, der zweimal hintereinander an olympischen Spielen Medaillen gewonnen hat“, sagte Regierungsrätin Monica Gschwind.

Tobias Fankhauser freute sich über die Ehrung und dankte an erster Stelle seinen Eltern für ihre Unterstützung, auf die er immer zählen kann, seinem Trainer Paul Odermatt, dem Kanton und allen, die ihn auf seinem Weg begleiten.

Förderpreise an Adrian Schaub und Noah Zbinden

Die Laudatio für den 18-jährigen Adrian Schaub hielt Rico Freiermuth, der im Jahr 2000 mit dem Baselbieter Sportpreis ausgezeichnet worden war. Der ehemalige Bobweltmeister und Olympiamedaillengewinner gratulierte dem Nachwuchs-Pistolenschützen Adrian Schaub, der wie er in Zunzgen wohnt und sogar bei ihm den Sportunterricht besucht hatte.

Freiermuth beschrieb Adrian Schaub als bescheidenen, sympathischen Sportler, der kein Mann der grossen Worte sei. Nach Aussagen seines Trainerstabs sei der angehende Strassenbauer enorm konzentrationsfähig, nerven- und wettkampfstark und habe die Begabung, Korrekturen und Anweisungen seiner Trainer rasch umzusetzen. Der Team-Junioreneuropameister 2016 ist ein Gewinn für den Schiessverein Zunzgen Tenniken, „nicht nur wegen der sportlichen Erfolge, sondern auch auf Grund seiner Hilfsbereitschaft, wenn es etwas zu erledigen gibt“, erklärte Freiermuth.

Dieser würdigte auch dessen Trainerin Edith Belser, die sich seit Jahrzehnten für den Nachwuchs im Schiess-Sport engagiert und vor zwei Jahren den kantonalen Anerkennungspreis empfangen durfte.

Dem ehemaligen OL-Vizeweltmeister Anders Holmberg fiel die Ehre zu, dem Publikum Noah Zbinden vorzustellen. Als persönlicher Betreuer des 20jährigen Münchensteiners berichtete der Sissacher  über die Zusammenarbeit mit seinem Schützling. „Mir wurde schnell klar, dass ich es mit einem aufstrebenden, sehr seriösen, aber gleichzeitig auch einem offenen und sehr empathischen Athleten mit viel Potenzial zu tun habe“.

Holmberg erklärte dem Publikum, welche Faktoren erforderlich sind, um im Orientierungslauf erfolgreich zu sein: Man müsse unter Zeitdruck und Laktat-Hochdruck die Karte lesen und deuten können – und erst noch im höchstmöglichem Lauftempo. Technisch, mental und physisch müsse ein Orientierungsläufer top sein. Genau dies gelang Noah Zbinden im Mitteldistanzrennen der Junioren-Weltmeisterschaften 2016, in welchem er den fünften Rang erzielte.

Langjähriges Engagement für den Volleyball, Wasserball- und Dressursport

„Die Schweiz ist eine Vereinsnation“. Mit dieser Aussage begann Dominic Willimann, Sportredaktor der Basler Zeitung, seine Laudatio über die Gewinnerin und die Gewinner des Anerkennungspreises 2016. Er stellte dem Publikum Regula Straumann, Istvan Pinter und Werner Schmid vor, die sich alle seit langer Zeit im Vereins- und Verbandssport engagieren.

Willimann sagte über Werner Schmid, Präsident des VBC Sm’Aesch Pfeffingen: „Werner Schmid ist mehr als nur ein Präsident, der die Tagesgeschäfte erledigt und auch finanziell grosszügig mithilft, damit das Aushängeschild des Clubs an der NLA-Spitze mithalten kann. Er ist einer, der anpackt und mithilft, wo er kann.“

Istvan Pinter sage von sich: „Wasserball ist mein Leben“. Dominic Willimann zeigte seinen Weg von seinem ungarischen Stammklub in Szolnok über die aktive Teilnahme an Olympischen Spielen mit dem ungarischen Nationalteam bis zur Tätigkeit für den Schwimmclub beider Basel auf. „Er ist seit 20 Jahren die Seele des Vereins“, sagte der Laudator über Istvan Pinter.

Die Pferdeliebhaberin Regula Straumann stellt sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich in den Dienst des Dressursports. Die ehemalige Weltmeisterschafts-Medaillengewinnerin stellt auch heute noch uneigennützig ihre eigenen Pferde Juniorinnen zur Verfügung. „Weggefährten sagen über die, dass sie ein unglaubliches Gespür für die Pferde habe“, führte Dominic Willimann aus und bezeichnete Regula Straumann in der Region Basel als „la grande dame“ des Dressursports.

Für die künstlerische Umrahmung der Sportpreisfeier sorgten die Tanzgruppe „NBA“ der Sekundarschule Reinach sowie das Musiker-Duo Oliver Oesch und Urs Rudin, der auch als Sandmaler, der mit Hilfe von Sand und mit selbst komponierter Musik Bilder auf einer beleuchteten Glasplatte erzeugte , vollauf überzeugte.

Der Sportpreisfeier wohnten auch die Nationalrätinnen Maya Graf und Sandra Sollberger, Landratspräsident Philipp Schoch und die erste Landratsvizepräsidentin Elisabeth Augstburger, bei. Für die Organisation und Durchführung zeichnete das Sportamt Baselland verantwortlich.