Herr Stocker, Sie sehen etwas anders aus als Ende letzter Saison.

Valentin Stocker: Ja (lacht).

Haben Sie mit der neuen Frisur auch die bösen Geister aus Berlin endlich ganz hinter sich gelassen?

Nein, nein, so soll es nicht zu verstehen sein. Aber ich habe gemerkt, dass die Leute einen offenbar charakterlich an der Haarlänge beurteilen können. Das ist schon lustig, dass man heutzutage Wert auf gewisse Sachen legt und das Gefühl hat, dass man weiss, wie ein Mensch ist, wenn er jetzt lange oder kurze Haare hat. Aber es hat gar nichts mit Berlin oder irgendwelchen Geistern zu tun. Es hat einfach etwas gezogen und ich habe gedacht, dass es den Haaren auch mal wieder gut tut, sie abzuschneiden. Deshalb habe ich das gemacht. So einfach (lacht)!

Wie haben Sie gemerkt, dass Leute Ihre Persönlichkeit anhand Ihrer Frisur beurteilt haben?

Ich meine das eher allgemein. Aber Ihre erste Frage dreht sich ja auch um die Frisur, also liege ich vielleicht nicht ganz falsch (lacht). Nein im Ernst:  Es gab kein besonderes Erlebnis, bei dem ich auf die Frisur reduziert wurde. Aber man merkt schon, dass die Leute gleich anfangen über einen zu reden, wenn man frisurentechnisch nicht in das angeblich typische Fussballerschema passt.

Valentin Stocker: «Man merkt schon, dass die Leute gleich anfangen, über einen zu reden, wenn man frisurentechnisch nicht in das angeblich typische Fussballerschema passt.»

Valentin Stocker: «Man merkt schon, dass die Leute gleich anfangen, über einen zu reden, wenn man frisurentechnisch nicht in das angeblich typische Fussballerschema passt.»

Sie möchten es also nicht als Neuanfang gedeutet sehen. Wagen Sie dennoch einen solchen? Schliesslich war Ihre erste halbe Saison nicht gerade super.

Ich bin zurück nach Basel gekommen und wusste, dass es zu Beginn schwierig werden könnte.

Für Sie persönlich oder für die Mannschaft?

Als Mannschaft aber vor allem auch persönlich. Ich hatte eine zweite Operation am Knie im November, bin direkt ins Trainingslager vom FCB gereist, hatte dann x Wochen lang Flüssigkeit im Knie und musste Zusatzschichten schieben, damit ich überhaupt am Wochenende auf dem Platz stehen konnte. Von dem her ist dieses halbe Jahr eigentlich super gewesen für mich. Auch um definitiv anzukommen. Und es ist schon so, dass ich jetzt richtig angreifen will.

Haben Sie eigentlich das Gefühl, fair beurteilt worden zu sein seit Ihrer Rückkehr?

Ich weiss nicht genau wie ich nach aussen wahrgenommen wurde, aber ich denke schon, dass in den Medien relativ viel und auch schnell negativ über mich geschrieben wurde. Schlussendlich habe ich davon nicht viel mitbekommen, daher ist es auch schwierig, dazu etwas zu sagen. Ich glaube, dass es in gewissen Fällen übertrieben war, wie es in diesem Geschäft halt oft der Fall ist. Von dem her ist es schön, wenn es jetzt von Anfang an in eine andere Richtung geht.

Lesen Sie denn, was über Sie geschrieben wird?

Nein, ich lese es nicht. Aber wenn etwas Weltbewegendes ist, dann habe ich Leute in meinem Umfeld oder auch hier in der Mannschaft, die zu mir kommen und sagen «Hey, hast du das gelesen?» Dann schaue ich es mir schon an. Aber ich weiss dann meist woher die Texte kommen und was der Hintergrund des Ganzen ist. Also schenke ich dem auch gar nicht zu viel Aufmerksamkeit.

Valentin Stocker: «Ich weiss nicht genau, wie ich nach aussen wahrgenommen wurde, aber ich denke schon, dass in den Medien relativ viel und auch schnell negativ über mich geschrieben wurde.»

Valentin Stocker: «Ich weiss nicht genau, wie ich nach aussen wahrgenommen wurde, aber ich denke schon, dass in den Medien relativ viel und auch schnell negativ über mich geschrieben wurde.»

Sie sagen, Sie hatten Wasser im Knie. Ist es daher erstaunlich, dass Sie überhaupt so viele Spiele machen konnten?

Nein, das schon nicht. Wir haben hier eine überragende medizinische Abteilung. Aber man muss einfach sehen: ich habe im letzten halben Jahr in Berlin relativ wenig gespielt, und trotzdem ist es so gewesen, dass ich im Training Vollgas geben wollte, damit ich mich aufdrängen konnte. Ich bin dann trotz des Verhältnisses, das ich dort hatte, in der Europa League noch in einem Spiel zum Einsatz gekommen und das haben wir auch gewonnen. Das war nur möglich, weil ich über Wochen gut und intensiv trainiert habe, sonst hätte ich nie im Leben noch einmal eine Chance bekommen. In diesem Spiel passierte das mit dem Knie, nachdem ich es vorher schon ein bisschen gespürt habe. Dann war es effektiv so, dass ich etwa sechs Wochen nach dieser Operation in Basel angefangen habe. Da ist es normal, dass es halt einfach noch nicht ganz so stimmt und man nicht ganz bei 100 Prozent ist.

Hat man Ihnen zu viel Druck aufgeladen nach Ihrer Rückkehr? Sie haben von Beginn an fast immer in der Stammelf gestanden.

Ich weiss zum Beispiel noch, wie es war, als Matías Delgado zurückgekommen ist. Das war eine ganz andere Situation als bei mir jetzt. Ich denke, es war etwas einfacher für ihn. Er hat Geduld bekommen, musste nicht sofort Stammspieler sein. Er hatte fast ein Jahr Zeit, um sich zu adaptieren und wieder einzuleben. Logisch wäre es für mich auch einfacher gewesen, zurückzukommen, wenn wir 20 Punkte Vorsprung gehabt hätten. Es war auch einfacher, nach dem Kreuzbandriss zurückzukommen, weil wir 18 Punkte Vorsprung hatten. Ich denke, man müsste es ein bisschen relativieren. Sehr viele Dinge sind auch immer eine Frage der Kommunikation. Damit kann man Verschiedenes beeinflussen.

Also hätten Sie gehofft, dass man gesagt hätte, dass Sie ein halbes Jahr Zeit bekommen, wie das bei Samuele Campo der Fall war, statt als Königstransfer und 1:1-Ersatz von Renato Steffen präsentiert zu werden?

Das ist eine gute Frage. Aber wie soll ich da eine ehrliche Antwort dazu geben? Da mache ich mir für mich meine Gedanken, aber auch die schwanken von Tag zu Tag. Daher weiss ich nicht, was die richtige Antwort wäre. Es ist ja logisch, einerseits, dass sie einen Spieler verkaufen, mich kaufen und ich somit der 1:1-Ersatz bin. Andererseits waren die Vorzeichen trotzdem anders. Es gibt nicht die eine einzige Wahrheit. Aber ich will jetzt nach vorne schauen.

Wie geht es dem Knie jetzt?

Super, wirklich top. Ich hatte etwas Angst in den ersten Tagen der Vorbereitung, dass es wieder eine Reaktion geben könnte. Das hatte ich nach dem Kreuzbandriss, als es nach den Ferien wieder geschwollen war. Aber dieses Mal war gar nichts. Also Holz anfassen. Ich bin sehr glücklich.

Valentin Stocker (vorne): Seinem Knie geht es blendend.

  

Sie haben diese Probleme mit der Flüssigkeit im Knie nie nach aussen getragen. Dabei hätte man einige Fehler oder Entscheide besser verzeihen oder nachvollziehen können. Haben Sie sich das nie überlegt?

Nein, nein, überhaupt nicht. Ich halte lieber den Kopf hin, als die Mannschaft im Stich zu lassen und zuzulassen, dass andere kritisiert werden. Ich nehme das gerne auf mich. Auch wenn ich selber weiss, dass es in vielen Situationen unberechtigt und ungerecht ist. Ich habe gelernt gut damit umzugehen. 

Sie haben im Verlauf der Saison selber gesagt, dass Sie viele falsche Entscheide getroffen und noch Luft nach oben haben. 

Das habe ich gesagt, ja …

Aber?

Nichts aber. Es ist so. Aber es ist auch nicht so einfach, seine eigenen Ideen innerhalb von 24 Stunden in eine Mannschaft einzubringen. Ich bin jemand, der versucht, vor allem in der Offensive verschiedenste Lösungen zu finden und auch zu geben. Je länger die Saison gelaufen ist, desto besser haben wir es gemacht und desto mehr Spass hatte ich auch. Die logische Schlussfolgerung ist dann, dass es auch mir besser läuft. Diese Entwicklung zu sehen hat mir Freude gemacht.  Wir hatten in vielen Spielen sehr viele Torchancen und haben sehr viele Tore geschossen. Ich hoffe, dass wir da anknüpfen können.

Die Saison hat also zum dümmsten Moment aufgehört.

Nein, ich denke es war gut, dass es fertig war. Jeder ist froh nach so langer Zeit und nach so vielen intensiven Spielen eine Pause zu haben. Es war kräftezehrend und jeder war froh um die Ferien.

Wie haben Sie diese genutzt? Um die Saison Revue passieren zu lassen, oder um den Kopf frei vom Fussball zu kriegen?

(Wie aus der Pistole geschossen) Letzteres. Ich mache es eigentlich immer gleich. Dieses Mal war ich relativ weit weg, habe das Handy ausgeschaltet und konnte mich selber sein und die Zeit geniessen. 

Sie brauchen offenbar die Distanz. Sie wohnen immer noch in Luzern.

Das Fussball-Business ist generell sehr intensiv und in diesem Jahr für uns sogar noch ein wenig mehr. Zunächst Vorbereitung und dann auch das Programm, das zu Saisonstart folgt. Ich habe einfach gemerkt, dass ich eine Basis brauche, um weg zu kommen und abschalten zu können. Wenn man nur englische Wochen hat, und so sieht es ja aus bis im Dezember …

… im besten Fall, ja …

… ja, dann ist es wirklich so, dass man sich diesen Freiraum erkämpfen und erschaffen muss. Sonst bist du mental irgendwann so am Boden, dass du dich im Match oder im Training verletzt und eine Pause brauchst und der Körper dir das so zeigt. Deshalb versuche ich schon im vornherein sehr bewusst dagegen zu wirken. 

Seinen Wohnort hat Valentin Stocker weiterhin in Luzern.

  

Wie schwer ist es eigentlich, gegen seine eigene Vergangenheit zu spielen?

Diese Gedanken habe ich mir auch schon gemacht. Was die Leute aber vielleicht nicht verstanden haben: Es geht nicht nur um mich. In diesem Moment waren noch 20 andere in dieser Mannschaft. Und ich glaube, dass das auch etwas ist, das man nicht einfach von heute auf morgen wieder hin kriegen kann. Das ist ein Prozess. Und der Prozess braucht Zeit. Man kann nicht einfach sagen: Vale kommt zurück und dann ist alles genau gleich wie in den sieben Spielen bevor er weg gegangen, im Sturm vorne Captain gewesen ist und jedes Spiel ein Tor geschossen hat. Wissen Sie, was ich meine?

Absolut.

Das war damals eine Phase, die so war, und jetzt ist es eine andere, die ist, wie sie ist. Was ich wahrgenommen habe, ist, dass die Leute sich aus den Medien ihre Meinung gebildet haben und dementsprechend der Tenor mir gegenüber gewesen ist. Das finde ich etwas schade. Viele Leute lassen sich ihre Meinung bilden anhand von Texten, weil es halt einfacher ist so.

Kommen wir auf die neue Saison zu sprechen. Was haben Sie sich vorgenommen? Sie haben bereits in der Vorbereitung mehr Verantwortung übernommen als zuletzt. Auch, was die Jungen angeht.

Das ist definitiv so. Es wissen alle um meine Vergangenheit und dass es nicht so einfach gewesen ist, als ich ein junger Spieler war. Darum habe ich mir auch damals gesagt, dass ich es anders machen will, wenn ich mal  auf der anderen Seite bin. Darum ist es eine Freude, und ich versuche wirklich, den Jungen eine Hand zu bieten und eine Hilfe zu sein in ihrer Entwicklung. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich die Ansprechperson sein soll, wenn es darum geht, was für eine Ausbildung sie absolvieren sollen. Aber ich denke schon, dass wenn ich etwas sehe, wenn ich merke, dass gewisse Spieler nicht wissen, was sie machen sollen, dass ich sie dann zur Seite nehmen und ihnen Tipps geben kann. Ich merke, dass mir selber das auch sehr gut tut. Darum würde es mich freuen, wenn das so weiter gehen würde.

Inwiefern tut Ihnen das gut?

Ich bin einfach zufrieden. Als erfahrener Spieler kann man den Jungen schnell die Sorgen nehmen. Als Junger ist man einfach unsicher. Wenn man als Junior zu den Profis kommt ist es, wie wenn man einen neuen Job beginnt, oder eine Lehre. Da musst du zuerst rein kommen und dann bist du froh, wenn du jemanden hast, der dir hilft und nicht jemanden, der dir immer sagt, du machst alles falsch.

Valentin Stocker will als Leader vorangehen. So wie er das auch schon in seiner ersten Zeit beim FCB getan hat.

  

Wird das von Ihnen erwartet, dass Sie diese Aufgaben übernehmen?

Ich denke nicht. Aber es ist auch klar, dass ich in der Rolle, in der ich bin, diese Verantwortung auch übernehmen muss und will.

Was ist denn das für eine Rolle? Als Sie zum FCB gekommen sind, sagten Sie, dass Sie sich eben keine fixe Rolle zuteilen wollen.

Es ist ja auch mega schwer, von Anfang an eine Rolle zu definieren. Aufgrund von was tust du das? Aufgrund von der Vergangenheit? Ich glaube, das sind Sachen, die sich mit der Zeit zeigen. Entweder man geht da drin auf, oder man ist nicht zufrieden und muss etwas ändern. Aber einfach eine Rolle durchsetzen zu wollen wäre auch engstirnig. Da muss man etwas offen sein für neue Sachen. Nichts ist schnelllebiger als der Fussball. Ich bin gern in der Rolle des Helfers. Das war ich eigentlich immer schon.

Wie sieht es mit der Rolle des Leaders aus?

Logisch muss ich auf dem Platz auch ein Leader sein.

Und abseits? In der Kabine?

Wenn es sich ergibt, sage ich sicher mal was. Aber das ist alles intuitiv. Das war früher schon so und wird sich auch nicht ändern: Wenn mir etwas nicht passt, dann werde ich es sagen.

Hat sich Ihre Rolle durch die Abgänge von Michael Lang, Mohamed Elyounoussi und Tomas Vaclik verändert?

Sie werden uns alle fehlen und waren alle auf ihre Art Leader in der Mannschaft. Moi von den Skorerpunkten her. Nach seinem Abgang werde ich in der Offensive sicher auch mehr Verantwortung übernehmen. Auch, weil die anderen um mich – mit Ausnahme von Ricky – alle einiges jünger sind und weniger Spiele absolviert haben. Aber ich denke es ist auch Zeit, dass wir jungen Spielern wie einem Albian Ajeti, der auch schon im Ausland war und eben Torschützenkönig geworden ist, sagen: Jetzt kann von dir auch noch ein Schritt kommen. Das geht vielleicht schnell, aber das tut jedem gut, zu merken, dass er an einer Aufgabe wachsen kann.

Mit den gesammelten Erfahrungen aus der Bundesliga will Valentin Stocker noch mehr als Leader für den FCB vorangehen.

Mit den gesammelten Erfahrungen aus der Bundesliga will Valentin Stocker noch mehr als Leader für den FCB vorangehen.

Im Winter wurden die zu vielen Ab- und Zugänge moniert, sie waren einer der Neuen. Jetzt sind es wieder viele Wechsel, vielleicht zu viele. Wie erleben Sie die Situation jetzt?

Man hat gemerkt, dass es für die angesprochenen Spieler an der Zeit war, zu gehen. Bei Moi war immer klar, dass der FCB nur ein Sprungbrett ist. Und im Fall von Michi denke ich, dass es ihn enttäuscht hätte, wenn er die Möglichkeit nicht bekommen hätte. Ich weiss nicht wie lange man dann braucht, um das abzustellen. Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung reden: Ein Jahr, bevor ich nach Berlin bin, hatte ich bereits einige Anfragen. Die waren dann zu kurzfristig oder haben sonst nicht geklappt. Dann fragt man sich schon, „Wieso klappt es bei mir nicht aber bei anderen schon?“ Ich denke, es waren die einzig richtigen Entscheidung - auch für den FCB. Du kannst einem Spieler den Traum nicht kaputt machen. Jeder hätte sie lieber da behalten, darüber müssen wir nicht diskutieren – wegen ihren Qualitäten auf, aber auch neben dem Platz. 

Das neue Team und die neue Hierarchie müssen sich schnell finden. Schliesslich stehen früh wichtige Spiele an. Kommen da Gedanken an den Winter hoch, als es zu Beginn eben nicht geklappt hat?

Das kann sein. Aber was hast du für eine andere Möglichkeit? Ich kann nur für mich reden, ich habe schon ein paar Mal die Quali-Runden gespielt. Aber wir haben auch viele andere Spieler, die international sehr grosse Erfahrung haben. Wenn wir zusammen funktionieren, dann können wir die Unerfahrenen und Frischen einfacher führen.

Können die vielen englischen Wochen auch ein Vorteil sein?

Es wird sich zeigen. Wenn wir körperlich bereit sind in den ersten Spielen, dann glaube ich, kann das einen sehr coolen Anfang geben. Es ist sehr wünschenswert, dass wir gut aus den Startlöchern kommen. Nachher ist es auch klar, dass wir einen qualitativ guten Kader haben und alle brauchen werden. Da sehe ich auch eine Aufgabe, jenen Spielern, die anfangs weniger zum Zug kommen, klar zu machen, dass sie den Kopf nicht in den Sand stecken sollen und dass sie sehr wichtig sind.

Ist die sofortige Dreifachbelastung vor allem ein Vorteil gegenüber YB, weil die Automatismen schneller greifen als bei ihnen?

Sie spielen ja auch Quali, auch wenn sie später einsteigen. Das macht am Ende den Braten nicht feiss (lacht). Aber es kann ein Vorteil gegenüber jenen Teams sein, die im Wochenrhythmus spielen. Aber es kann auch sein, dass die den Vorteil haben, besser erholt zu sein.  

Was spricht in dieser neuen Saison dafür, dass der FCB am Ende nicht wieder titellos da steht?

Mit dem FCB will man diese Titel einfach holen. Dementsprechend ist es für uns klar, dass wir alles probieren werden, um so erfolgreich wie möglich zu sein, das steht ausser Frage. Es gehört zum FC Basel, Titel zu holen, das wollen wir alle. 

Am Ende der Saison will der FC Basel und Valentin Stocker jubeln.

Am Ende der Saison will der FC Basel und Valentin Stocker jubeln.

Ist jetzt mehr Druck da, weil man zeigen muss, dass das letzte Jahr nur ein Ausrutscher war?

Nein, ich würde eher sagen, dass weniger Druck da ist. Diese Serie am Leben zu halten ist vom Druck her viel ermüdender und schwieriger als zu verlieren und zu sagen: Jetzt müssen wir es wieder allen zeigen. Für meine Motivation ist es jetzt einfacher, als nach dem fünften Meistertitel und dem dritten Cupfinal, wieder an diesen bestimmten Punkt zu kommen. Daher bewundere ich diese Spieler, die den Ehrgeiz haben, x Mal die grössten Turniere wie die Champions League zu gewinnen. Da kann man nur den Hut ziehen.

Also ist der Hunger beim FCB endlich wieder da?

Mir geht es auf jeden Fall so, ja.