Während es beim FC Basel derzeit drunter und drüber geht, konnte die U21 der Rotblauen die Vorbereitung im normalen Rahmen absolvieren. «Als Zuschauer» habe man die Turbulenzen rund um die erste Mannschaft mitbekommen, gibt Arjan Peço zu Protokoll. Ablenken lassen durfte sich der Nachwuchstrainer ohnehin nicht, schliesslich muss er praktisch eine neue Mannschaft formen: Gleich 17 Spieler aus der U18 wurden in diesem Sommer «hochgezogen».

«Wir haben jedes Jahr einen Umbruch, das ist normal», beruhigt Peço und erklärt auch, dass die Verpflichtung von Routinier Gilles Yapi nicht als Reaktion auf zu viel Jugendlichkeit zu verstehen ist. «Wir haben diese Personalie bereits letztes Jahr diskutiert. Ich bin froh, dass es nun geklappt hat. Gilles’ Erfahrung ist ein grosser Mehrwert, er wird den Jungen in ihrer Entwicklung helfen.»

Die U21-Spieler müssen sich schnell an das Niveau in der Promotion-League gewöhnen.

  

Traditionsgemäss ist der Saisonanfang für den FCB-Nachwuchs besonders diffizil, die Umstellung auf den Aktivfussball braucht ihre Zeit. «Die Promotion League ist eine andere Welt als die U18-Meisterschaft. Die Spieler müssen diese Lücke möglichst schnell schliessen», sagt Arjan Peço, der in seine zweite Saison als U21-Trainer geht und dies als Vorteil sieht: «Ich kenne nun die Liga und kann die Junioren besser auf das vorbereiten, was sie erwartet.»

Erster FCB-U21-Gegner wird morgen die AC Bellinzona sein (15 Uhr, Leichtathletikstadion St. Jakob), an denen der FC Black Stars Anfang Juni in den Aufstiegsspielen trotz spielerischen Vorteilen gescheitert ist. «Was uns in diesen Partien fehlte, war die entsprechende Erfahrung», erklärt Samir Tabakovic. Der Trainer muss in dieser Saison praktisch die halbe Mannschaft ersetzen. Das sei so nicht geplant gewesen, gibt der Ex-FCB-Verteidiger zu. «Aber im Amateurfussball muss man stets mit vielen Wechseln rechnen.»

Elf Zugänge

Den sieben Abgängen stehen aber elf Zugänge gegenüber, welche die Qualität des Kaders – mindestens – auf dem Niveau der Vorsaison halten dürften. «Da sind ein paar sehr gute Spieler dabei», bestätigt der Trainer und ist überzeugt davon, dass seine Equipe trotz des jungen Durchschnittsalters – Teamsenior Ermin Alic ist 28 – um die vorderen Plätze mitmischen dürfte. «Wir haben ein paar Spieler mit Erfahrung und solche, die den Unterschied machen können, gewonnen», freut sich Tabakovic.

Weil der FC Black Stars wegen Ferienabsenzen erst seit dieser Woche komplett trainieren konnte, wird beim morgigen Auftakt gegen Buochs (17 Uhr, Buschweilerhof) noch nicht die nominell stärkste Elf auf dem Platz stehen. Am Saisonziel ändert dies nichts: Man will wieder die Aufstiegsspiele zur Promotion League erreichen.

Komplett neuer Kader beim BSC Old Boys

Solch hohe Ambitionen hegt man beim BSC Old Boys nach dem freiwilligen Abstieg in die 1. Liga verständlicherweise nicht. Die Gelbschwarzen haben einen kompletten Umbruch hinter sich: Lediglich ein Sextett aus der Vorsaison ist geblieben, 19 Spieler haben den Verein verlassen, 18 neue sind gekommen. «Ich wollte die 2.-Liga-inter-Vereine aus der Region (Gruppe 3, die Red.) in Ruhe, deshalb habe ich in der Gruppe 5 junge und willige Spieler gesucht», erklärt Sportchef Rafet Öztürk seine Rekrutierungsstrategie und damit auch, weshalb viele Zuzüge aus dem Kanton Solothurn kommen.

Die runderneuerten Old Boys präsentieren sich morgen gegen Buochs erstmals dem Heimpublikum (16 Uhr, Schützenmatte). «Es gilt eine neue Mannschaft aufzubauen und in der Liga zu etablieren», nennt der Sportchef die Prioritäten für die erste Phase der Meisterschaft. «Es gibt also viel tun», sagt Öztürk, der nach positiven Testspieleindrücken guten Mutes ist. Sollte der Neuaufbau wunschgemäss vorangetrieben werden können, «dann ist ein Platz im gesicherten Mittelfeld möglich».