Sein Name stand auf einer Liste von Spielern, deren Zukunft in der Nationalmannschaft nach dem Ausscheiden in den WM-Achtelfinals in Russland ungewiss schien: Captain Stephan Lichtsteiner (34), der 103 Mal das Schweizer Trikot getragen hatte. Nun sagt der Verteidiger, der seit Sommer bei Arsenal London unter Vertrag steht: «Ich mache definitiv weiter. Ich habe noch grosse Ziele, Ambitionen und Träume, die ich verwirklichen will.»

Er spricht von einer Ehre und einem Privileg, für die Schweiz spielen zu dürfen. Gleichzeitig mahnt der Captain auch, würden die Spieler eine Verantwortung tragen. Lichtsteiner bestätigt auch, dass Trainer Vladimir Petkovic das Gespräch mit ihm gesucht hat und ihn gebeten hat, seine Rolle zu überdenken. Für die nächsten Aufgaben im Herbst in der Nations League dürfte Lichtsteiner nicht berücksichtigt werden. Dort sollen Alternativen getestet werden.

Petkovic schweigt noch immer

Trainer Vladimir Petkovic hat seit dem Aus an der WM in Russland nicht öffentlich gesprochen, stattdessen soll er eine gründliche Analyse vorgenommen haben und zahlreiche Spieler gebeten haben, ihre Rolle zu überdenken. Im Zuge dessen kam es zu einem Zerwürfnis mit Valon Behrami, der behauptet, er sei aus dem Team geworfen worden. Der Verband besteht darauf, es handle sich um ein Missverständnis. Petkovic schweigt bis heute zum Konflikt.

Vladimir Petkovic schweigt seit dem WM-Aus in Russland.

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Vladimir Petkovic schweigt seit dem WM-Aus in Russland. 

Seinen Rücktritt erklärte einen Monat nach der WM Frankfurts Mittelfeldspieler Gelson Fernandes. Auch bei den Funktionären kommt es zu Veränderungen. So erklärte Generalsekretär Alex Miescher seinen sofortigen Rücktritt. Er hatte am Tag des Rückflugs aus Russland in einem Interview mit der «NZZ» und dem «Tages-Anzeiger» die Abschaffung von Doppel-Bürgerschaften angeregt und war dadurch massiv in Kritik geraten. (SDA/sih)