Die Entscheidung vor enttäuschenden 4500 Fans in Davos fiel bereits im Mitteldrittel. Nachdem die Bündner zum 1:1 ausgeglichen hatten, nahm ihnen Toni Rajala mit dem 2:1 nur 140 Sekunden später gleich wieder den Wind aus den Segeln (25.). Mauro Dufner und Robbie Earl mit seinem zweiten Treffer erhöhten in den fünf Minuten vor der zweiten Pause auf 4:1.

Zwar verkürzte Samuel Walser mit einem haltbaren Tor nach gut fünf Minuten im Schlussdrittel nochmals auf 2:4, richtig nahe kamen die Davoser dem Ausgleich aber nicht mehr. Während der Rekordmeister mit einer - selbst für seine Verhältnisse - äusserst jungen Mannschaft erstmals seit 2014 die Halbfinals verpasste, schaffte es Biel zum ersten Mal seit dem Wiederaufstieg und zum erst zweiten Mal (nach 1990) überhaupt in die Runde der letzten vier. Dort geniessen die Seeländer nach dem starken 3. Platz in der Qualifikation auch gegen Lugano Heimrecht.

Der Bieler Sieg war verdient und irgendwie logisch. Es kontrollierte die Partie mit Ausnahme der kurzen Phase nach dem 1:1 fast nach Belieben und liess einem fehlerhaften Davos keinen Raum zur Entfaltung. HCD-Coach Arno Del Curto hatte noch einmal umgestellt und die Thurgau-Leihgabe Jaedon Descheneau anstelle von Broc Little nominiert. Zudem kehrte Dino Wieser nach auskurierter Fussverletzung ins Team zurück.

Es waren aber die Bieler, die vom ersten Puckeinwurf an die Pace bestimmten. Sie liessen sich nicht auf ein wildes Hin und Her ein, sondern agierten äusserst diszipliniert. Das Team von Trainer Antti Törmänen kassierte nur zwei kleine Strafen und geriet in der Rückwärtsbewegung nie in Unterzahl oder Zeitnot.

Offensiv löste Robbie Earl seine Ladehemmung und traf erstmals nach zehn erfolglosen Spielen wieder - und dies gleich doppelt.

Telegramm:

Davos - Biel 2:5 (0:1, 1:3, 1:1)

4512 Zuschauer. - SR Stricker/Urban, Obwegeser/Kovacs. - Tore: 12. Earl (Fuchs, Fey) 0:1. 23. Dino Wieser (Weder, Paschoud) 1:1. 25. Rajala (Fey, Wetzel) 1:2. 36. Dufner (Tschantré, Earl) 1:3. 39. Earl (Fuchs) 1:4. 45. Walser (Rödin) 2:4. 59. Fuchs (Diem, Jecker/Ausschluss Corvi) 2:5. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, 2mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Nygren; Rajala.

Davos: Senn; Nygren, Barandun; Du Bois, Paschoud; Heldner, Jung; Buchli; Rödin, Corvi, Descheneau; Marc Wieser, Walser, Kousal; Simion, Egli, Dino Wieser; Aeschlimann, Weder, Portmann; Eggenberger.

Biel: Hiller; Jecker, Forster; Kreis, Fey; Lofquist, Steiner; Dufner; Pouliot, Pouliot, Pedretti; Tschantré, Fuchs, Earl; Neuenschwander, Diem, Fabian Lüthi; Schmutz, Sutter, Wetzel; Joggi.

Bemerkungen: Davos ohne Little (überzähliger Ausländer), Ambühl, Kessler, Lindgren und Schneeberger (alle verletzt), Biel ohne Maurer (gesperrt) und Micflikier (überzähliger Ausländer). Timeout Biel (46.).