"Ich bin froh, dass wir endlich mal mit drei Punkten starteten", sagte Nationalcoach Patrick Fischer. "Der Blitzstart hat vieles erleichtert. Wir sind in eine Welle rein gelaufen. Aber - wir führten auch vor zwei Jahren gegen Slowenien mit 4:0 und gewannen dann erst 5:4 nach Penaltyschiessen. Diesmal konnten wir es durchziehen."

Fischer war sich auch klar darüber, dass die Italiener als Gegner kein Gradmesser waren. "Aber wir haben Dinge gesehen, die den Charakter dieses Teams unterstreichen, wie beispielsweise, dass auch beim Stand von 9:0 noch Schüsse blockiert wurden."

Alle Schweizer beendeten das erste Spiel unverletzt "und auch das ist in unserem Sport keine Selbstverständlichkeit" (Fischer).

Auch für Andres Ambühl war das erste Spiel an seiner 15. Weltmeisterschaft ein besonderes. Er bestritt sein 100. WM-Spiel. Ambühl hat mit dem Schweizer Team schon viel erlebt, aber noch nie einen derart klaren Erfolg an einer WM. Ambühl: "Es stand schnell 2:0, und da merkst du auf der Bank schon, dass es uns läuft." Dass sich dieses 9:0 als Hypothek für den Sonntag erweisen könnte, glaubt Ambühl nicht: "Das 9:0 ist so gefährlich, wie wir es wahrnehmen. Wenn wir die Füsse am Boden behalten, ist gut. Wenn wir aber das Gefühl haben, dass wir 'Siebesieche' sind, dann könnte so ein klarer Sieg schon gefährlich werden. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass diese Mannschaft so denkt."

Das sieht Patrick Fischer genau gleich: "Für das nächste Spiel kann es nur von Vorteil sein, dass unsere Stürmer gegen Italien Selbstvertrauen getankt haben."