Als 191 Sekunden vor Ende einer zerhackten Partie, in der auch zweimal das Plexiglas barst, Christopher Rivera die Strafbank aufsuchen musste, schien die Partie in der Resega gelaufen. Das 4:2 der in Überzahl so starken Südtessiner hätte zweifelsfrei die Entscheidung bdeutet, doch acht Sekunden nach Beginn der Strafe schlug ausgerechnet ein Ehemaliger zu. Kevin Romy, der schon das 1:0 erzielt hatte, traf mit einem Shorthander zum 3:3.

Doch damit war noch nicht genug: 43 Sekunden vor Spielende erzielte Juraj Simek das 3:4 und komplettierte somit die Wende. Die Genfer Kaltschnäuzigkeit erstaunte, hatte doch der GSHC die drei letzten Partien auf fremdem Eis alle verloren und diesmal zwei Führungen preisgeben müssen. Ebenso erstaunte die Luganeser Anfälligkeit in der Abwehr in dieser "heissen" Phase. Beim 3:3 kam Romy an Ilkka Heikkinen und Luca Sbisa vorbei, beim Siegtreffer stand wiederum der NHL-Spieler aus Zug schlecht. Grösster Aktivposten bei Lugano war Patrice Bergeron, der an allen drei Treffern beteiligt war.

Lugano - Genf-Servette 3:4 (0:1, 3:1, 0:2). - Resega - 4366 Zuschauer. - SR Popovic, Espinoza/Kohler. - Tore: 5. Romy 0:1. 26. Morant (Bergeron) 1:1. 29. Couture (Weber /Ausschlüsse Nodari, Jordy Murray) 1:2. 31. Bergeron (Reuille/Ausschluss Rivera) 2:2. 40. (39:37) Sbisa (Bergeron) 3:2. 57. Romy (Bezina/Ausschluss Rivera! 3:3). 60. (59:17) Simek (Couture, Bezina) 3:4.- Strafen: 8mal 2 plus 10 Minuten (Morant) gegen Lugano, 12mal 2 Minuten gegen Genf-Servette.

Lugano: Manzato; Heikkinen, Schlumpf; Sbisa, Morant; Ulmer, Julien Vauclair; Nodari; Reuille, Metropolit, Bergeron; Kamber, Steiner, Fazzini; Kostner, Brett McLean, Jordy Murray; Simion, Conne, Profico.

Genf-Servette: Stephan; Vukovic, Bezina; Hecquefeuille, Mercier; Gautschi, Weber; Antonietti; Simek, Walker, Rivera; Dan Fritsche, Romy, Couture; Keller, Almond, Fata; Gerber, Randegger, Friedli.

Bemerkungen: Lugano ohne Hirschi, Bednar, Brady Murray, Blatter, Kienzle Rüfenacht und Domenichelli (alle verletzt), Nummelin (überzählig). Genf-Servette ohne Walsky, Leonelli, Savary und Picard (alle verletzt). 60. Timeout Lugano.