Am Freitag startet die neue Formel-1-Saison mit den Trainings in das Jahr 2017. Nach drei «langweiligen» Jahren, in denen sich Mercedes die Fahrer- und Konstrukteursweltmeisterschaft problemlos sicherte, sind sich viele Formel-1-Experten sicher, dass 2017 das Jahr von Ferrari wird. 

Ein Grund für diese Hierarchieänderung sind die fundamentalen Regeländerungen für die Saison 2017. Ferrari fuhr mit seinen zwei Piloten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen bei den Tests bei Barcelona die schnellsten Runden. Kein Wunder also, dass viele die Favoritenrolle nach Maranello schieben. Sogar der dreifache Weltmeister und Mercedes-Pilot Lewis Hamilton behauptet, dass Ferrari der Favorit auf den Titel ist. «Ferrari war im Winter am schnellsten, sie sind die Favoriten.»

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Sebastian Vettel will von davon nichts wissen. Für ihn ist der deutsche Rennstall Mercedes der Favorit. «Mercedes war in den vergangenen drei Jahren in einer extrem starken Form. Obwohl wir die Regularien nun geändert haben, glaube ich, dass ein starkes Team auch das Jahr danach ein starkes Auto bauen wird», so Vettel. «Mercedes ist der Maßstab.» Für Vettel liegt die Favoritenrolle «klar» bei Lewis Hamilton.

Die Fahrer, die Teams: Die Formel-1-Saison 2017

Ex-Formel-1-Fahrer und neuer DTM-Chef Gerhard Berger behauptet sogar, dass Mercedes bei den Tests absichtlich langsamer gefahren ist. «Ich denke, die haben es sehr elegant und geschickt gelöst, indem sie Ferrari den Vortritt gelassen haben», sagt der Österreicher zur «Krone».

Sebastian Vettel war nicht der schnellste Fahrer bei den Tests in Spanien. Sein Teamkollege Kimi Räikkönen liess den Deutschen mehr als drei Zehntel hinter sich. Für Insider ist der Finne, der 2007 als letzter Ferrari-Pilot Weltmeister wurde, ein Geheimfavorit für den Titel. Für den 37-jährigen Räikkönen ist es womöglich die letzte Formel-1-Saison. An Motivation dürfte es dem «Iceman» nicht fehlen.