Skirennfahrer David Poisson ist bei einem Trainingssturz in Kanada ums Leben gekommen.

Gemäss übereinstimmenden Berichten von Augenzeugen verlor David Poisson im untersten Teil der Trainingsstrecke in einer Kompression einen Ski. Danach flog der 35-jährige Franzose durch das Sicherheitsnetz und prallte mit immer noch hohem Tempo in einen nahe dahinterstehenden Baum.

"Als wir an der Unfallstelle ankamen, konnten wir nur noch den Tod dieser Person feststellen", so ein Sprecher der medizinischen Notfalldienste vor Ort. Wiederbelebungsversuche des Rettungsteams blieben ohne Erfolg.

Das Unglück geschah im Skigebiet Nakiska in der Provinz Alberta. Der 35-Jährige hatte sich dort auf die bevorstehenden Weltcup-Rennen in Nordamerika vorbereitet.

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Das Schweizer Abfahrtsteam trainierte auf der gleichen Piste. Wie Swiss-Ski mitteilt, hätten die beiden Weltmeister Beat Feuz und Patrick Küng sowie die drei weiteren Athleten Mauro Caviezel, Marc Gisin und Gilles Roulin den Unfall und die Bergung Poissons aus nächster Nähe verfolgt. «Tief erschüttert musste das Abfahrts-Team von Swiss-Ski den Unfalltod von David Poisson zur Kenntnis nehmen», schreibt der Verband.

Das Team werde derzeit von der Schweiz aus professionell betreut, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Konzentration der Athleten gelte vorerst der gemeinsamen Verarbeitung der Geschehnisse. In deren Zuge werde dann gemeinsam entschieden, «wie, wann und wo die Vorbereitung auf die Olympiasaison fortgesetzt wird.»

Familienvater Poisson hinterlässt einen eineinhalbjährigen Sohn. Erst vor zwei Wochen war der Vater des WM-Bronzemedaillen-Gewinners von 2013 verstorben. (ram/jk)